Walther Sturmgewehr

Sturmgewehr Walther

Die Liste der Schweizer Repetierbüchsen, Sturmgewehre und Bajonette sollte vollständig sein, wie Paul Mauser, Fritz Walther oder John Moses Browning. Carl- Walther (Hrsg.): Pistolen Gewehre Schrotflinten. Gewehrkoffer schwarz/blau/rot - In den Warenkorb. Dagegen ist in Ulm der Waffenhersteller Carl Walther.

Vordere Waffen: Weshalb Hitler das Sturmgewehr abwies 44

Die Waffe war nicht "an vorderster Front", zitiert Dieter alias "Max" Moor in der ARD-Sendung "Titel, Thesen, Temperamente" am vergangenen Sonntag Abend, ein Gutachten von 1943. In Anbetracht der aktuellen Zusammenstöße um das vermeintlich oder eigentlich untaugliche Bundeswehrgewehr mit der Abkürzung G36 für lange Gefechtseinsätze hatte diese Aussage etwas von einem Déjà-vu: Nicht nur die Bundesarmee, schon die Reichswehr war von der Waffenindustrie betrogen worden - zumindest war dies der Anschein der letzten Moderation des schweizerischen Kulturbetriebs.

Egal ob Heckler & Koch mit der G 36 ein exzellentes oder ein eher nutzloses Geschütz konstruierte, die Waffenprobleme der Wehrmacht waren völlig anders. Mit der Besorgnis über das 43er Geschütz war fast nichts gemeint.

Nachteilig war auch, dass die Kartusche für die 98k sehr stabil war. Das Gehäuse mit einem Durchmesser von 7,92 Millimetern war 57 mm lang und mit einer großen Pulverfüllung ausgestattet. Dennoch beschloss das Wehrmachtsamt, diese Kartusche für den Neubau eines Standardgewehrs für die Wehrmacht zu behalten. Neben Mauser, der Carl Walther Sport-Waffenfabrik, erhielten zwei namhafte Rüstungsfirmen im Jahr 1941 einen Entwicklungsauftrag und beide liefern ihre Entwürfe unter dem Markennamen Gewehr 41.

Diese waren schlicht zu aufwendig, um unter den rauen Einsatzbedingungen sicher zu sein. Es wurden nur zwischen 7.000 und 11.000 Mauser's Waffe 41 produziert - eine kleine Anzahl im Vergleich zu den rund 7,5 Mio. 98k Karabiner zwischen 1939 und 1945. Walther hat seine Fassung 120.000 Mal ausgeliefert.

Offensichtlich war die Kartusche schlicht zu kräftig, weil zugleich der Verschluß der MP38-Maschinenpistole und vor allem der MP40 mit der deutlich geringeren Pulverfüllung im 9 x 19 mm großen Format sicher wirkte. Bereits 1938 hatte das Waffenamt der Armee festgestellt, dass das Halten der 7,92 x 57 mm großen Kartusche ein Fehler sein könnte.

Aus diesem Grund wurde ein völlig überarbeiteter "Maschinenkarabiner" beauftragt, Kartuschen im Format 8 x 33 mm zu schießen. Dies führte zum ersten echten Sturmgewehr, das 1943 getestet und 1944 massiv vorgestellt wurde. Die Walther-Version der G 41 sollte nach dem Modell der sowjetischen Beutewaffe der Bauarten Simonov und Tokarev nachgebildet werden.

Ende 1943 bei den Truppen eingeführt, war das 43er Geschütz wesentlich besser als die Version des Gewehrs. Es war stabil und verlässlich, aber nicht so genau wie die Scharfschützen-Version des 98k-Karabiners. Auf der anderen Seite fehlen den Rüstungsherstellern des Dritten Reichs aber schon lange die Rohmaterialien wie Wolfram, Chromium und Nickel, mit denen höherfeste Stahl-Legierungen produziert werden können.

Wie auch immer die Ursachen für den Streit mit dem derzeitigen G36-Gewehr aussehen mögen: Auch die 1943 von "Max" Moor in "ttt" geäußerte Vorwürfe hatten vermutlich eine ganz andere Ursache: Waffentechniker, die mit ihren Entwürfen einverstanden waren, drohten ihre "britische Position" zu verlassen, die sie vor Beschlagnahmung an die Fronten sicherte.

Mehr zum Thema