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Bundeswehr: Panzerwerkstaetten sollen veraeussert werden

Die Bundeswehr erwaegt einen Verkauf an die Ruestungsindustrie. Nach einer langen Zeit des Hin und Her steht die Bundeswehr offensichtlich vor einer endgueltigen Entscheidungsfindung ueber die zukuenftige Gestaltung ihrer Werkstaetten fuer Kampfpanzer und andere Armeefahrzeuge. Im Jahr 2015 wurden gut 300 Autos in den drei staatlichen HIL-Werken und gut 700 in der Wirtschaft betreut.

Das neue Konzept sieht vor, dass alle Verträge im Wert von mehreren hundert Mio. EUR pro Jahr von der Privatwirtschaft erteilt werden. Im Jahr 2015 hat die HIL einen Jahresumsatz von rund 223 Mio. EUR erzielt, mit steigender Tendenz. 1. Es wurde 2005 mit dem Zweck errichtet, die Aufgaben der Bundeswehr zu privatisieren. Mit Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann und die FirmaDiehl stießen drei weitere Unternehmen der deutschen Wehrtechnik mit 51% dazu.

Durch die mehrheitliche Privatisierung der HIL sollte sichergestellt werden, dass 70 % der Armeefahrzeuge stets einsatzfähig waren. In einem mehrjährigen Vertrag wurden dafür mehr als eine Mrd. EUR versprochen. Das Kartellamt war jedoch besorgt über den Bau, und der Achtjahresvertrag wurde nicht verlänger. Allerdings sollen ihre Anlagen in Darmstadt (Hessen), Doberlug-Kirchhain (Brandenburg) und St. Wendel (Saarland) in die private Wirtschaft gehen.

Die rund 1500 HIL-Mitarbeiter werden nach Angaben einer Ministeriumssprecherin weiterhin von der Bundeswehr dem zukünftigen Anlagenbetreiber "zur Verfügung gestellt". "Es sind und werden Mitarbeiter der Bundeswehr mit allen relevanten Rechten und Aufgaben bleiben", erläuterte die Pressesprecherin. Auch bei diesem Beispiel von Mitarbeitern der Bundeswehr in teilweise oder vollständig privaten Unternehmen ist dies keine Seltenheit. Neben den 176.800 Mann hat die Bundeswehr gut 23.200 Bedienstete und rund 57.400 Zivilbeschäftigte sowie knapp 6.000 Zivilpraktikanten und Azubis.

Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall gehören wahrscheinlich zu denjenigen, die sich für eine oder mehrere HIL-Anlagen interessieren. So beauftragte die HIL erst kürzlich die Rolls-Royce Tochter MTU Friedrichshafen mit der Wartung von Diesellokomotiven deutscher Haubitzen in ihren Anlagen. Die Auffassungen über den derzeitigen Stand und die Einsatzfähigkeit von Armeefahrzeugen gehen weit auseinander.

So hat das Bundesministerium der Verteidigung kürzlich einen Report über die Hauptwaffensysteme der Bundeswehr vorlegt. Nur 126 der restlichen 170 waren gebrauchsfertig, was etwa 74% entspricht, sagt der Euphemismus. Mit der weiteren Reduzierung des Fahrzeugbestandes der Bundeswehr wurde an der HIL ein Vorhaben unter dem Stichwort "Dynamisches Verfügbarkeitsmanagement" eingeleitet.

Im Jahr 2015 wurde das Vorhaben abgeschlossen, als die Bundeswehr wieder mehr investierte.

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