Teleskopschlagstock Führen

Stabführung ausziehbar

Teleskopschlagstock, Bajonett, Degen, Dolch, Säbel, Schwert. Sie haben hier die Information, dass Sie einen Teleskopstock bei sich tragen dürfen. Verwenden Sie keinen Schlagstock an einem Mann oder in einer Tasche! Besitz einer verbotenen Waffe kann zu einem Waffenverbot führen. Springe zu Kann ich Teleskopstöcke mitnehmen?

Anwaltskanzlei Elmar Mettke, Éuskirchen - Teleskopstöcke

Als Verteidiger und Waffenanwalt stellt sich immer wieder die Frage nach der Rechtmäßigkeit von Teleskopstöcken. Nach dem " neuen " Waffengesetz ist ein Teleskopschlagstock kein verbotener Zweck (vgl. BKA-Verordnung vom 15.07.2005, BAnz. Nr. 143 S. 11764). So ist der Kauf und Verkauf von Teleskopstöcken für Menschen ab 18 Jahren rechtlich möglich, im Gegensatz zum Kauf von sogenannten Stahlstäben oder Totschlagstöcken.

Die erste Frage ist also, wie man einen Teleskopstock von einem Blackjack oder einer Stahlstange abgrenzt. In der Fachliteratur zum Waffengesetz wird unterschieden: Stahlstäbe sind flexible Metallobjekte, die sich zusammenschieben lassen und meist mit einem metallischen Knopf ausgestattet sind. Deadbeaters sind flexible Objekte wie Schläuche, Schnüre und Gurte, deren eines Ende meist mit Metallen oder mit harten Materialien belastet wird.

Ledertaschen, die mit Sandsand gefüllt sind ("Shanghai - Clubs"), sind nur als Schnittwaffen zu betrachten - nicht als Totschlag (Anhang 2, Ziffer 1 Nr. 1.3. 2 WaffVwV). Aufgrund der Aufprallkraft sind Totschläge und Stahlstangen nach Anhang 2 Abs. 1 Nr.1.3. 2 WaffG verboten. Der Unterschied zum nicht untersagten Teleskopschlagstock ist, dass der Teleskopschlagstock aus mehreren steifen Teilen zusammengesetzt ist, die ineinander geschoben werden können.

Da der " legal " Teleskopstock von den " illegal " hergestellten Stahlstäben und Blackjacks abgetrennt werden kann, ergibt sich die Fragestellung, ob der Teleskopstock wirklich getragen werden kann. Gemäß 42a des am 1. April 2008 eingeführten Waffengesetzes ist der Einsatz von Teleskopstöcken in der öffentlichen Verwaltung jedoch eine Verwaltungsübertretung gemäß § 42a Abs. 1 Nr. 2 des Waffengesetzes.

Führung bedeutet, die eigentliche Kontrolle über die Waffen außerhalb des eigenen Hauses, der eigenen Betriebsstätte oder des geschlossenen Vermögens auszuüben (Anlage 1, § 2, Ziffer 4 WaffG). Der Teleskopschlagstock ist eine Pistole im Sinn des Waffentat. Die Durchführung von Tagungen oder sonstigen öffentlich-rechtlichen Anlässen ist für private Personen nach 42 WafG grundsätzlich zu unterlassen.

Die Länder können auch so genannte Waffenverbotzonen nach 42 Abs. 5 WafG einrichten. Allerdings sieht das Waffensystemgesetz (außerhalb der in 42 Abs. 1 WafG und den Sperrzonen erwähnten Ereignisse) eine maßgebliche Ausnahmen vor: Das Waffengesetz: Im Falle eines "berechtigten Interesses" gilt das Diskriminierungsverbot nicht (§42a.2 WaffG).

Beispiele sind Berufspraxis, Bräuche, sportliche Aktivitäten oder ein allgemeiner anerkannter Ziel. Das Konzept des "berechtigten Interesses" ist jedoch sehr allgemeingültig und vage und muss daher von Fall zu Fall erörtert werden. Nach der Kommentar-Literatur, nach der Absicht des Gesetzes, ist es kein legitimes Recht, einen Stab für Verteidigungszwecke im Allgemeinen zu tragen.

Die Regulierungsbehörden haben auch gelegentlich Schwierigkeiten, ein "berechtigtes Interesse" an privatwirtschaftlichen Sicherheitsunternehmen zu erkennen - doch bevor eine gerichtliche Verfügung getroffen wurde, gaben sie dem hier durchgeführten Verwaltungsstrafverfahren nach. Wenn Sie also ein Waffenproblem durch den Einsatz eines Teleskopstockes oder durch andere Verstöße im Waffenrecht, Strafrecht, Jugendstrafrecht etc. haben, helfe ich Ihnen gern dabei.

Im Folgenden der Text des § 42a WaffG: für die Benutzung bei Foto-, Film- oder Fernsehaufzeichnungen oder Theatervorstellungen, für den Versand in einem versiegelten Behälter, für die Beförderung der Objekte gemäß Abs. 1 Nr. 2 und 3, sofern ein begründetes Interessen besteht. Das berechtigte Recht nach Abs. 2 Nr. 3 besteht vor allem dann, wenn die Aufbewahrung der Sachen im Rahmen der Ausübung des Berufsstandes, der Erhaltung von Bräuchen, des Sports oder eines allgemeinen Zwecks geschieht.

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