Tarnung im Tierreich

Camouflage im Tierreich

Die Tiere benutzen eine Tarnung, um sich vor ihren Feinden zu schützen oder um besser zu jagen. Quiz-Wissenstest: Tarnung im Tierreich. Von der Tarnung im Tierreich Die länglichen, schlanken Tiere schaden allenfalls den Anlagen - und sie sind die Tarnung. Vor allem die Subfamilie der Wanderblätter ist eindrucksvoll. Die Namen sagen alles: Sie ähneln Blättern, mit verschiedenen Grün- und Brauntönen, die wie verwelkte Flecken wirken.

Da die wandernden Laubblätter wie ihre Nahrungsmittel wirken, sind sie in ihrem Habitat, den südasiatischen Waldgebieten, kaum wahrnehmbar.

Auch in ihrem Benehmen ähneln die laufenden Blättchen den wirklichen Blättern: Mit seiner Tarnung macht sich der Se-Fisch seine Opfer zu Nutze. Die Plattfische mit dem großen Mund verstecken sich gerne auf dem Meeresboden und können ihre Körperfarben dem Boden verblüffend gut anpassen: Ein Teil der Rückenfinne ist ausgefahren, wirkt wie ein Würmchen oder eine Angelrute, die über den Mund drückt.

Bei anderen Fischen wird die Köderpuppe als echter Lockvogel gehalten und geschwommen. Als sie sich nähern, öffnet der Seewolf seinen Mund und drückt zu. Um den Clownfischen keine Angst vor den Tentakeln zu machen, erhalten sie eine Tarnung. Von den Seeanemonen nehmen sie gewisse Chemikalien auf, die sich wie eine Schutzschale auf den Fischschuppen ablagern.

Infolgedessen kann die Anemone die Fische nicht mehr von ihren eigenen Fangarmen trennen und läßt sie in Frieden. Beide haben etwas von der Tarnung: Die Meeresanemone schützt den Clownfisch vor anderen Fischarten, und der Clownfisch schützt die Meeresanemone vor ihren Raubtieren.

Vollkommen verborgen

Egal ob Eisfüchse in schneebedeckten Landschaften, Stockinsekten in Ästen oder Chamäleons mit ihren aufsehenerregenden Farbveränderungen - alle diese Tierarten sind echte Tarnmeister. Denn nur wer genauer hinschaut, kann sie in seiner Umwelt wiedererkennen. Welche Art von Technik benutzen sie, um ihre Gegner zu täuschen?

Oft können sie nicht viel gegen grössere Gegner tun. Deshalb sind sie immer auf der Hut und sorgen dafür, dass ihnen niemand nachstellt. Manche Lebewesen sind kaum wiederzuerkennen. Trügerisch real imitieren sie ihre Umwelt und adaptieren ihr Federkleid, ihre Farbe und gar ihr Verhaltens.

Forschende bezeichnen dies als "Mimesis" - ein vollkommenes Spiel des Versteckens, das oft Gegner in die Irre führen kann. Aber nicht nur die Lebewesen haben den Vorzug, sich zu verbergen, da sie sich von außen an ihren Standort gewöhnt haben; viele von ihnen nutzen dies auch bei der Beute. Ein weiterer Aspekt der Tarnung ist die Mimikry.

Dabei wird jedoch nicht die Umwelt nachgeahmt, sondern das Erscheinungsbild gefährlicher Tierarten - ein Kunstgriff, der mit dem Einsatz von Warnungsfarben abläuft. So manches Tier nutzt diesen Kniff und betrügt andere mit seinem Auftauchen. Denn nur so können sie viele Gegner auf Distanz gehalten werden, weil sie grundsätzlich auffällig farbige Exemplare meiden.

Die beeindruckendsten Camouflagekünstler aus der Tierwelt sind im Kids Brockhaus "Perfekt versteckt" zu bewundern. Maja und Kalle Clever führen Sie durch das ganze Jahr hindurch und berichten viele spannende Geschichten über das Spiel des Versteckspiels in der freien Wildbahn. Können Sie die Tierwelt in den geheimnisvollen Bildern aufdecken?

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