Stahlhelm

Sturzhelm

Der Stahlhelm ist eine militärische Kopfbedeckung aus Stahl, die in erster Linie zum Schutz vor Splittern gedacht ist. mw-headline" id="Entwicklung">Entwicklung[Bearbeitung | | | Quelltext bearbeiten]> Der Stahlhelm ist eine Militärkopfbedeckung aus Edelstahl, die in erster Linie zum Schrapnellschutz dient. Unter Stahlhelm versteht man im weiteren Sinn nur die deutsche Form dieses Helms, aber der Name hat sich inzwischen für jeden Militärhelm aus Edelstahl etabliert. Benannt ist der Sturzhelm bisweilen nach dem Franzosen Louis Adrian Adrian Adrianhelm.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 gehörte zur Militärausrüstung der kriegsführenden Länder eine Kopfbedeckung, die keinen ausreichenden Kugel- oder Granatsplitterschutz bot. Ungefähr ein viertel dieser Wunden waren Schädelverletzungen und damit beinahe immer tödliche Verletzungen, und viele von ihnen wurden auf grausame Weise verletzt. Der Franzose Adrian hatte bereits im Dez. 1914 einige Soldatinnen und Soldaten mit Stahlmützen (sog. Brainpans) zum Kopfschutz unter den "Képi" ausgerüstet.

Tests zeigten, dass diese Stahldeckel etwa zwei Dritteln aller verwendeten Splitter standhielten. Auf der Grundlage dieser Erfahrung hat die französiche Staatsregierung die Serienproduktion dieser Stahldeckel angeordnet. Die " Adrian " war aus 1 Millimeter starkem Edelstahl gefertigt und hatte vorne einen breiteren Rand als hinten am Helm.

Die " Adrian " wurde in 70 Arbeitsgängen hergestellt und in drei unterschiedlichen Grössen geliefert. Bis 1917 übernehmen die Heere von Belgien, Russland, Rumänien, Italien und Serbien den "Adrian". Mit dem " Adrian " wurde auch das englische Militärkommando überzeugt, einen solchen Schutz zu schaffen. Der englische Techniker John Brodie entwickelt im Jahre 1915 den Mk-I Helm, der eine große Anlehnung an eine mittelalterliche Mütze hat.

Diese Ähnlichkeit war ihm bekannt, aber mit der Neuentwicklung eines Stahlhelmes wollte er den Herstellungsprozess vereinfachen. Die Mk I "Brodie" wurde in nur einem Schritt hergestellt, und zwar durch Ziehen aus einer Stahlscheibe. Die Ausrüstung britischer Militärs mit einem Stahlhelm wurde als extrem dringend klassifiziert, weshalb auf umfangreiche Tests zur Bestimmung der schützenden Wirkung des Mk I verzichtet wurde.

Er wog 750 g und war angenehm zu tragen. Zuerst bekamen nur die Frontsoldaten eine Mk I. Nicht selten hatte in den letzten Wochen direkt nach der Vorstellung der Mk I nur jeder zehnte Mann einer englischen Truppe einen solchen Kopf.

Die Briten nannten den Zinn-Hut. Als die Bundeswehr zögerte, einen wirksamen Kopfschutz zu entwickeln, begannen einige Truppen ab 1915 mit der Produktion von temporären Helmen. Der Artilleriebetrieb der Bundeswehr entwickelt einen Schutzhelm, der aus einer mit Gewebe ausgekleideten Ledermütze besteht.

Eine 6 Millimeter starke Stahlscheibe wurde an der Front der Mütze befestigt, die nicht nur die Stirne, sondern auch die Ohren und die Nasen schützt[1]. Die Gaede Helm wiegt zwei Kilo und war fast ein Jahr lang im Einsatz, bis er nach der Vorstellung des Helms M 16 zurückgezogen wurde. In seinem Brief vom 16. Juli 1915 an den Heeresarzt der zweiten Wehrmacht, den damaligen Marine-Generalarzt Auguste Bier, einen beratenden Chirurgen der VIII.

Armeekorps an der Westseite, entwickelt einen Stahlhelm zur Vorbeugung von Schädel- und Gehirnverletzungen. Vorausgegangen war ein GesprÃ?ch zwischen ihm und Friedrich Schwerd von der TU Hannover (Enkel des Wissen-schaftlers Friedrich Magnus Schwerd), der dann als KapitÃ?n bei der BÃ?hneninspektion der Zweiten Armee tÃ?tig war.

Bei dieser Unterredung versichert der Fachmann Schwerd dem Mediziner Bier, dass es möglich sei, einen einteiligen Schutzhelm aus gehärtetem Chromnickelstahl oder aus einem ebenfalls legiertem Edelstahl mit Augen- und Halsschutz herzustell. Schwerd wurde bereits am vierten 9. 1915 nach Berlin berufen und nahm an einem Treffen teil, bei dem er seine Entwürfe für die technische Umsetzung eines Stahlhelmes vorlegte.

GeneraI von Fehkenhayn liess die Helme ab Anfang des Monats an die Front ausliefern. Am Anfang der Verdunschlacht waren einige der dort gekämpften Truppen bereits mit den neuen Sturzhelmen ausgerüste. Als Stahl-Schutzhelm wurde der aus Chrom-Nickel-Stahl gefertigte Helm, kurz M 1916 oder M 1916, amtlich zugelassen. In sechs Arbeitsgängen wurde der M 1916 aus einer 1,1 Millimeter starken Stahlblechplatte hergestellt.

Geplant war, dass fünf Prozente aller Stahlschutzhelme - bevorzugt die der MG-Schützen - mit einer weiteren 1 cm starken Scheibe - der so genannten Frontpanzerung - zum Schutze der Frontpartie ausstattet werden. Außerdem war die Frontplatte bei den Militärs unpopulär, da der Schutzhelm im Frontbereich durch die Frontplatte überladen wurde, was bei Bewegungen des Körpers zu einem Umkippen des Helmes nach vorn geführt hat.

In Österreich-Ungarn und Bulgarien übernahm man nach einer kurzen Zeit die M 1916, und auch die Flieger der Kampfflugzeuge aus Deutschland trugen 1917 die M 1916 statt der Ledermütze. Weil die tiefen Ränder an den Flanken und am Hals des M 1916 das Gehör des Trägers durch Lärm beeinträchtigten, wurde es im Ohrbereich eines Sondermodells des M 1918, das seit 1918 hergestellt wurde, durchgeschnitten.

Allerdings wurde das Model M 1918 bis zum Ende des Krieges in kleinen Mengen produziert und kam nicht mehr wie geplant bei den Kampftruppen an; ebenso wenig wie eine Version ohne den nach vorne herausgezogenen Regenschirm (ähnlich der Export-Version der Türkei) für die Besatzung von gepanzerten Fahrzeugen, da hier der Regenschirm ein Hindernis für den Waffeneinsatz und die Observation durch Beobachtungsschlitze war.

Wie beinahe alles Material wurde auch die M 1916 und die M 1918 ab 1918 nach den Vorschriften des Oberkommandos der Armee getarnt. Wie der " Adrian " und der " Bruder " sorgten auch der Stahlhelm dafür, dass die Anzahl der Schädelverletzungen innerhalb kürzester Zeit signifikant zurückging.

Der Schutzeffekt war durch die tiefere Passung und den ausgehärteten Stahl (möglicherweise nur bei neueren Modellen) besser als beim Vorgängermodell. Der moslemische Krieger konnte diesen Schutzhelm zum Beten behalten. Manche wurden offenbar in der Zeit nach dem Krieg auch von Freikorps verwendet. Der Stahlhelm, der als Sinnbild für eine militärische Gemeinde und als Verbindung zwischen mittelalterlichem Ritterhelm und moderner Kriegführung galt, wurde von vielen Militärs stark beachtet.

Kein Wunder also, dass sich die Union der Front-Soldaten, die im Jahre 1918 gegründet wurde und rasch zu einem Treffpunkt für antidemokratische Mächte wurde, nach dem Stahlhelm nannte. GEBRÜDER Bing A.G., Nuremberg = G.B.N. - F. C. Bellinger, Fulda = B.F. - GEBRÜDER GÜchtel A.G., LÄUTER i/Sa. = G. - Vereinigten Deutschen Nickelwerken, HWW = Ni. - R. Lindenberg A.G., Remscheid-Hasten ="bell symbol" L. - Herm.

Aufgrund der hohen Zahl von Kopfschäden durch Granat- oder Steinschlag wurden 1916 auf der k.u.k. Stahlhelme eingeführt. Army. Zum Schluss wurde der Stahlhelm "nach deutscher Vorlage" verwendet, der von 1916 bis 1918 mit deutscher Maschine von Österreichischen Unternehmen hergestellt wurde. Das Militärhistorische Landesmuseum in Wien zeigt sowohl den Berndorf Stahlhelm als auch die "deutschen" Beispiele.

2 ] Auch die italienischen Stahlschutzhelme der Franzosen wurden, jedenfalls zu Trainingszwecken, verwendet. Der Stahlhelm 1916 hatte auch nach Kriegsende eine hohe symbolische Kraft und war unzertrennlich mit dem Alltagsleben in der weimarischen Volksrepublik verknüpft. Aber nicht nur bei den vielen Begegnungen und Märschen der ehemaligen Frontkämpfer, sondern auch bei zeremoniellen Gelegenheiten ohne militärische Hintergründe war es nicht ungewöhnlich, dass die Teilnehmenden des Ersten Weltkrieges einen Stahlhelm aufzogen.

In den 1920er Jahren erschienene Bilderbücher über den Ersten Weltkrieg orientierten sich oft deutlich an der Symbolkraft des Stahlhelmes. Während die USA, Großbritannien und Frankreich die weitere Entwicklung des Stahlhelmes nach dem Ende des Ersten Weltkrieges vernachlässigt haben und ihre Heere weiter den M 1917, den Mk I und den "Adrian" benutzten, brachten die Autoritätsregime Italien und Deutschland in den 1930er Jahren neue Sturzhelme auf den Markt.

Das faschistische Italienische Heer hat 1933 den M1933 eingeführt, der an eine Vereinfachung des deutschsprachigen Modells erinnert. Die zunächst im Besitz von Albert Ottenheimer als Hauptgesellschafter und später Teil der Otto Wolff Gruppe befindliche EHW Tale - Eisen- und Hüttenwerke AG, Trier/Harz - hatte das umfangreiche Produktionsmonopol für den Stahlhelm im Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt, dessen Sturzhelme mit ET gekennzeichnet waren.

Günchtel, Lauter/Saxony; WE and EF = Fulda/Hessen, and NS = VDN - Vereinigte Deutsche Nickelfabrik AG, Schwedt. 1936 wurde in der Sowjetunion ein neuartiger Helm vorgestellt, der Teile des M 1918 und des "Adrian" vereint. Weltkrieges wurden alliierte Anstrengungen zur Entwicklung verbesserter Helme aus Stahl gemacht.

Sie lehnte es ab, einen Vertrag über die Herstellung von zwei weiteren Mio. M1917 Helmen zu unterzeichnen und bestellte die Neuentwicklung eines neuen Helms. Eine ursprüngliche bevorzugte Konstruktion wurde weggeworfen, weil sie dem Stahlhelm zu ähnlich war und tödliche Verwirrung im Gefecht war. Daraus entstand der M1-Helm, dessen Auslieferung am 8. Juli 1941 an die Truppe anordnete.

Im Jahr 1941 stellte die Roten Heere auch einen neuen Typ Helm vor, der auf dem Italiener M1933 basiert. Erst Ende 1943 brachte die englische Wehrmacht einen neuen Stahlhelm, den Mk III, auf den Markt. Dieser Stahlhelm war mit einem Lederbezug versehen und ließ den Ohrbereich weitestgehend frei, um das tragen von Ohrhörern zu erlauben.

Der Stahlhelm wurde auch im Zweiten Weltkrieg nachgebessert. Auch wenn Adolf Hitler die Herstellung eines neuen Stahlhelms bereits untersagt hatte, wurde die Herstellung 1942 - unter Ausschluss des Ministeriums für Rüstung - auf der Grundlage eines Memorandums des Medizinischen Inspektorats der Armee bewilligt, das sich auf die steigende Anzahl von Kopfschäden und anderen Defekten der früheren Helmtypen B35 und B40 bezog.

Vier verschiedene Typen wurden genauer getestet: "A" = ein leicht modifizierter Schutzhelm 35, "B", "B/II" und "C". Die mit der Fertigung der Prüfmuster beauftragte, versierte Eisen- und Hüttenwerke AG Thule/Harz reichte ebenfalls den "Thale-Vorschlag" ein, der als Ergänzung zum Modell "B" unter der Federführung von Chefingenieur Erich Kisan erarbeitet worden war.

Ungeachtet der guten Bewertung der Sturzhelme und der großen Zeit- und Materialeinsparungen lehnt sie die Markteinführung eines neuen Helms ab - natürlich aus organisatorischen und traditionellen Erwägungen. Bei der Mobilisierung der letzen Reservate, hauptsächlich von älteren Menschen und Kinder, wurden ab 1944 kindergroße Stahlschutzhelme eingesetzt.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Stahlhelm bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts im weltweiten Gebrauch. Allerdings hat die Verwendung von modernen Aramidmaterialien wie z. B. den Stahlhelm allmählich abgelöst, obwohl er bis in die 90er Jahre in mehreren Mitgliedstaaten der NATO und des Warschauer Pakts eingesetzt wurde, insbesondere in Ländern mit Militärdienst.

Stahlschutzhelme werden immer noch in den Streitkräften verschiedener Länder eingesetzt. Der Stahlhelm M54 und der Stahlhelm in der DDR basieren auf dem Testmodell B/II, das im Zweiten Weltkrieg von Prof. Kisan in der Eisenhütte Thale/Harz entworfen wurde. Ausgehend von dieser Erkenntnis wurde der Stahlhelm M 56 vor zehn Jahren in der DDR vorgestellt.

Zum einen der recht bekannte Stahlhelm M 56, der in der NVA bis 1990 verwendet wurde (Gerät 604 in der Innenkorrespondenz ) und ein nahezu identischer, aber abgeflachter Stahlhelm auf der oberen Seite wie frühere Modelle der Wehrmacht, der nach dem Kriege als M 54 in kleinen Stückzahlen hergestellt und an die kasernierte Staatspolizei ausgehändigt wurde.

Verglichen mit anderen Stahlschutzhelmen steht der Stahlhelm weit vom Haupt entfernt, was das Risiko erhöht, sich mit der Helmkante zu verfangen, z.B. beim Springen in einen Schützengraben. HWS-Verletzungen wären die wahrscheinlichste Konsequenz gewesen, wenn man mit dem Schutzhelm stecken geblieben wäre. Zur Reduzierung dieses Verletzungsrisikos wurde der Schutzhelm so konstruiert, dass sich die Klingel vom Innenfutter (das auf dem Kopfende blieb) löste und den Schutzhelm vom Kopfende trennte.

Helme und Innenfutter bleiben unversehrt und können wieder zusammengebaut werden. Ein politisches Thema war der Schutzhelm der Wehrmacht bei seiner Vorstellung im Jahre 1956. Die militärischen Anforderungen an einen effektiven Schutz der Köpfe der Soldaten wurden nur sehr zögernd erfüllt. Auf keinen Fall darf der Schutzhelm für die Wehrmacht auf Bauten basieren, die vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind oder an die Zeit des Sozialismus erinnern.

Der nach dem US-Modell konstruierte Stahlhelm wurde durch Zugeständnisse in der Innenverkleidung des Helmes entschärft. Zugleich wurden von Bundesgrenzschutz und Bundespolizei weiter Stahlschutzhelme der bisherigen Bauart verwendet. Außerdem sollte der Schutzhelm alle Vorzüge des Stahlhelms M 35 unter Beibehaltung modernster militärischer Aspekte vereinen. Im Einzelfall kann ein Schutzhelm jedoch ein streunendes Projektil aus großer Distanz oder einen sonst tödlich verlaufenden Abprall abschrecken.

Demgegenüber kann der US-Stahlhelm M1 dem Beschuß mit dem Format 7,62 51 x 51 Millimeter aus einer Distanz von 800 Meter standhalten,[4] die Geschoßenergie in dieser Distanz liegt bei etwa 670 Joules. Mit Stahlkern-Munition kann das 5,56 45 x 45 Millimeter große Modell bis zu einer Distanz von 1300 m durchdringen.

Wegen der Verwandtschaft zum Stahlhelm PASGT wird der Schutzhelm von der US-Army auch "Fritz" genannt. Dieser hat, ähnlich wie der Bundeswehrhelm aus Kevlar, einen weiteren Halsriemen, der den Schutzhelm ausgleicht. Gegen Ende der 70er Jahre stellte die englische Army mit der GS Mk 6 auch auf die Nutzung von Polyamidhelmen um, die einen höheren Schutzgrad und ein niedrigeres Eigengewicht als die bisher verwendeten Helme aus Stahl haben.

Gegenüber seiner Vorgängerin hat dieser Schutzhelm ein deutlich besseres Netzfutter. Die im Jahr 2010 vorgestellte GS-Mk7 bietet ein optimiertes Design für eine bessere Verträglichkeit mit Funkgeräten, ein Mesh-Futter vergleichbar mit dem Mk. 6A mit der Option der Einzelpolsterung mit Gel-Pads und einem weiterentwickelten Kinngurt. Diese Helme bestehen auch aus ballistischem Nylon/Kevlar-Mischgewebe und sind in unterschiedlichen Basisfarben (sandgelb, bronze-grün, schwarz) erhältlich, werden aber in der Regel mit dem maßgefertigten Stoffüberzug im MTP-Camouflage-Muster ummantelt.

Vom Stahlhelm zum Kampfhelm. Tarngemälde der Bundeswehr 1914 bis heute. Bernhard & Graefe, Bonn 1999, ISBN 3-7637-5990-5 Jürgen Kraus: Stahlschutzhelme vom Ersten Weltkrieg bis heute. Der Designer des Stahlhelmes Friedrich Schwerd. Teil 1: Deutscher Stahl-, Tropen- und Lederhelm 1916-1946 Grabenpanzer, Atemschutzmaske, M16 - M42, Ambulanz, ausländische Bundeswehrsoldaten, Helm für Panzerfahrer, Tropenhelm, histor....

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