Sig Eckernförde

Eckernförde, Sig Eckernförde

SIG SAUER GmbH & Co SIG Sauer produziert Waffen für den Polizei-, Privat- und Militärbereich. Das Arsenal befindet sich in Eckernförde. SIG SAUER GmbH & Co. Der Produktions- und Geschäftsbetrieb in Eckernförde firmiert unter dem Namen SIG SAUER GmbH & Co.

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Erfolgreiches Strafverfahren gegen Sig Sauer in Eckernförde - Bundesfriedensbund

Strafantrag gegen den Kleinwaffenproduzenten Sig Sauer wegen des Verdachtes der illegalen Ausfuhr von SP 2022-Pistolen in das kolumbianische Militär. In Kolumbien hat auch der Action-Aktivist Ralf Willinger (von tert re des hommes) vor Ort recherchiert und neue Tatsachen aufgedeckt. Der Strafantrag hatte eine angenehme schnelle Wirkung und Sig Sauer wurde von weiteren Waffenexporten ausgeschlossen.

Die Geschäftsleitung von Sig Sauer stellte im Januar 2015 Kündigungsanträge für 73 Beschäftigte. Die restlichen 50 Beschäftigten wollte Sig Sauer nur noch sportliche Waffen in Eckernförde herstellen. Sig Sauer's Fertigung von Polizei- und Kriegswaffen wurde in Deutschland weitestgehend aufgegeben, obwohl die Fertigungskapazitäten teilverlagert wurden. Nun ist der große Erfolg für das Jahr 2018 erreicht: Laut Presseberichten ermittelt die Kieler Bundesanwaltschaft gegen fünf Sig Sauer-Mitarbeiter wegen Verstößen gegen das AWG.

Diesem Ansatz der Ermittlerinnen und Ermittler wird in der Initiative "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel ³ Stoppt den Waffenhandel" ausdrücklich zugestimmt. Wer mitverantwortlich für den Transport von SP 2022-Pistolen über die USA nach Kolumbien ist, ist auch mitverantwortlich für den lebensgefährlichen Gebrauch dieser Waffe im damals herrschenden Bürgerkriegsstaat Kolumbien.

Illegale Ausfuhr aus Deutschland: Klage gegen Rüstungshändler eingereicht

Die Waffenmanufaktur Sig Sauer soll mehrere zehntausend Waffen ohne Erlaubnis nach Kolumbien gebracht haben. Daher ist nun ein umfangreicher Gerichtsprozess in Kiel anhängig. Gegen die Verantwortlichen des aeltesten deutschen Waffenherstellers Sig Sauer hat die Kieler Bundesanwaltschaft Strafanzeige erstattet. Sie werden mit dem Handeln von mehr als dreißigtausend Waffen ohne angemessene Bewilligung beauftragt.

Die Pistole SP 2022 soll Sig Sauer von Deutschland zunächst in die USA, dann mit Unterstützung einer US-Schwesterfirma nach Kolumbien gebracht haben. Es wird vermutet, dass die Waffe heute von der Gendarmerie benutzt wird. Für den Export von Rüstungsgütern oder Waffenteilen aus Deutschland müssen Firmen eine Bewilligung beim BAFA ( "Bundesamt für Ausfuhrkontrolle") einholen.

Danach erhielt Sig Sauer zwischen 2009 und 2012 die Genehmigung für den US-Zivilmarkt. Aus den USA wurden 36.628 Stück transportiert und landeten bei der nationalen Polizei Kolumbiens - obwohl das sogenannte Endziel die USA waren. Dem Vorwurf gingen langjährige Recherchen und mehrere Recherchen von Sig Sauer und Privatzimmern vor.

Bereits 2013 untersuchten Zollermittler den Vorwurf, dass Sig Sauer illegale Rüstungsexporte getätigt haben könnte. NDR, WDR und SZ berichten im Jahr 2014 als erste, dass auch in Kolumbien mehrere tausend SP 2022 eingetroffen sind. Infolgedessen hat die Kieler Generalstaatsanwaltschaft ihre Untersuchungen ausgeweitet. Im Zuge mehrerer Recherchen konnten umfangreiche Beweise für den Tatverdacht auf illegale Ausfuhren gewonnen werden.

Im Zuge der Untersuchung hat die Bundesanwaltschaft weitere Beweise dafür gesammelt, dass Sig Sauer in Eckernförde von den Verkäufen in Kolumbien Kenntnis hatte. Ein Beamter der nationalen Polizei Kolumbiens soll Sig Sauer unter anderem eine Mangelliste mit den angekommenen Gewehren zugeschickt haben, die auch in Eckernförde erörtert wurde.

Ebenfalls 2010 war ein Angestellter des Waffenproduzenten in Bogota, um die Pistole zu testen. Inzwischen hatte das BAFA wegen der kolumbianischen Geschäfte ein Exportverbot gegen Sig Sauer verhängt und erklärte, dass alle Gesuche nicht mehr genehmigt würden, bis eine Überprüfung der Glaubwürdigkeit des Betriebes abgeschlossen sei. Zum Ende des vergangenen Jahres gab das Kielsche Bundesinnenministerium jedoch bekannt, dass bei Sig Sauer mehr als 500 Waffen für 1,2 Mio. EUR zur Ausrüstung der Staatspolizei geordert worden waren.

Auf Antrag bestaetigte die Bundesanwaltschaft, dass die Anschuldigungen vorgebracht wurden. In einer Erklaerung sagte ein Pressesprecher von Sig Sauer, die Waffe sei auf der Grundlage eines Rahmenabkommens an die US-Regierung ausgeliefert worden, die ihrerseits mit der kanadischen Staatspolizei mitarbeitete.

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