Schwarzwildschäden im Grünland

Wildschweinschäden im Grünland

Im Dauergrünland gibt es mehrere Haine pro Jahr. Wildschweinschäden werden durch den direkten Schaden verursacht. Einstufung von Wildschweinschäden im Grünland.

Informationsdienst - LAZBW Aulendorf - Alt

Interdisziplinäres Verbundprojekt der Waldforschungsstelle und der Abteilung Grünland und Futtermittelproduktion im Bildungs- und Informationszentrum Aulendorf. Arbeitsbezeichnung: Ausgangssituation: Von allen Wildschweinschäden in Baden-Württemberg gehören die Grünlandschäden nicht nur zu den häufigste, sondern auch zu den durchschnittlich kostspieligsten (Linderoth & Elliger 2002, Liebl 2003).

Die Wildschweinschäden sind in den vergangenen Dekaden stark angestiegen und dürften auch in Zukunft in erheblichem Umfang auftreten. Nahrungsbestandteile von Wildschweinen im Grünland: - tierexperimentelle Proteine im Erdreich (Regenwürmer, Larven, Mäuse), - Wurzel, Rhizom, - - überirdische grüne Masse. Obwohl die Übernahme von Teilen der Pflanzen über Tage wenig oder gar keinen Schäden anrichtet, führt die Grabungstätigkeit manchmal zu erheblichen Beeinträchtigungen (Wachstumsschäden, Reparaturkosten, geringere Erträge in der Folge).

Es wird ein Bezug zur Grünlandform (z.B. intensiv/extensiv; krautig/grasreich; gemästet/nicht gefüllt) angenommen. Unbewiesen ist die Behauptung, dass Wildschweine vor allem während der Mastjahre mehr Schaden auf dem Grünland anrichten und dass sie die energiereichen und kohlehydratreichen Futterbestandteile (Eicheln, Bucheckern) in Gestalt von proteinreicher Ernährung (Bodenfauna) ausgleichen wollen.

In jedem Fall können die Grünlandschäden nicht jedes Jahr in demselben Umfang beobachtet werden. Fundierte Kenntnis der Futterauswahl für Wildschweine im Grünland wäre für die Schadensprävention von großer Wichtigkeit. Interessant ist vor allem, ob und wie die Bewirtschaftung des Grünlands die Frequenz populärer Futterbestandteile von Wildschweinen (Bodenorganismen oder Pflanzen) beeinflußt und welche Massnahmen falls notwendig das Risiko von Wildschaden mindern.

So ist es beispielsweise vorstellbar, dass Doldenblütler mit ihren großen Unterlagen den flach wurzelnden Wiesenpflanzen vorgezogen werden. Eine zielgerichtete Aufbereitung von Grünland mit gebranntem Kalk ist entgegen der bisherigen Sichtweise nicht dazu angetan, Schäden durch Wildschweine zu reduzieren (Liebl 2004). Darüber hinaus gibt es keine systematischen Untersuchungen zu möglichen Zusammenhängen zwischen Graslandtyp, Standortfaktor oder Bewirtschaftungsform und der Schadenshäufigkeit durch Wildschweine.

  • Wie hoch ist das Nahrungspotenzial für Schwarzwild aus verschiedenen Grünlandarten? - Welche Faktoren des Standortes haben Einfluss auf das Entstehen von Graslandschäden? - Beeinflusst die Art der Bewirtschaftung des Grünlands die Schadenshäufigkeit und -intensität durch Wild? - Bestehen Chancen, den Wildschaden durch gewisse Massnahmen in der Grünlandwirtschaft zu reduzieren? - bei Grassorten, deren Bodenorgane als Futter dienen; - bei Bodentierarten, die als wichtiges Wildschweinfutter dienen.

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