Scharfschützen Tarnung

Sniper Tarnung

Der Fotograf sorgt für störende Bilder: Heckenschützen werden unbemerkt. Simon Menners Aufnahmen sind auf den ersten Blick wie ästhetische Landschaften. Aber inmitten dieser Baumgruppe verstecken sich Scharfschützen, die auf den Zuschauer abzielen. Wir denken, was wir gesehen haben, was wir gesehen haben, was wirklich da ist? In Simon Menners Bildern sind die Beantwortung dieser Frage nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Aber auf jedem der beiden Aufnahmen ist ein Heckenschütze. Er hätte es sich leicht machen können und behauptete nur die Anwesenheit der Scharfschützen. Weil der Beobachter die versteckten Mordexperten kaum selbst mit großer Sorgfalt aufspüren kann. Für ihn gab es aber gute Argumente, in zwei ausgeklügelten Schießereien auf dem Trainingsgelände der Wehrmacht unzählige Aufnahmen mit real existierenden Scharfschützen zu machen: "Es geht nur, wenn der Gegner meint, dass diese Gefahr besteht.

Der Heckenschütze kann dann hinter jedem beliebigen Bäumchen sein. "Überraschend offen war die Wehrmacht gegenüber der Vorstellung, die Tarnkunst zu photographieren. Beispielsweise in Schleswig-Holstein und den bayrischen Bergen konnte der Photograph die bemerkenswerte Fähigkeit der Soldatinnen und Soldaten nachweisen, sich fast unbemerkt in ihre Umwelt einfügen. "Und dann sagte ich: "Jetzt hier", sagt Menner.

Der 37-jährige Berliner aus Berlin stellte sich mit dem Geleitschutz vor die Kameras und erwartete das Ende. Außer du bist die ganze Zeit sehr wachsam geblieben und hast versucht, ihm zu folgen, sonst sind sie nur weg. "Menner hat einen Weg von etwa zehn, zwanzig Meter zur Kammer gewählt.

Man befahl den Soldatinnen, auf den Photographen und seine Fotokamera zu richten. Der Scharfschütze ist derjenige, der auf dich losgehen will. Normalerweise setzen die Soldatinnen und Soldaten Pinsel oder Äste auf ihre Helme. "Sie wissen nur, wie man es macht.

Man kann es nicht sagen. Wieder und wieder musste er die Scharfschützen zerbrechen. "In einigen Fotos zum Beispiel kann man noch einen Lauf oder ein Camouflage-Netz erkennen. Für ihn ist das ein "kleines Zugeständnis an den Zuschauer, die Wirklichkeit ist noch beunruhigender". Bei dem Tarnprojekt geht es für ihn um weit mehr als nur um die herausragende Eigenschaft der Soldatinnen und Soldaten, sich de facto für den Gegner zu verbergen.

Aus seiner Sicht geht es bei vielen Auseinandersetzungen darum: Der Widersacher sollte wissen, dass er die Gefahr nicht erblicken kann.

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