Sadomasochismus

Sadomasochimus

Der Sadomasochismus: Die Freude am Schmerz. Geschlechtsspezifische AbweichungenSadomasochismus: Die Lust am Schmerz. Die Bezeichnung Sadomasochismus geht auf zwei Schriftsteller zurück: de Sade und Sacher-Masoch. Wo kommt die sadomasochistische Tendenz her? Der Sadomasochismus oder BDSM hat in den letzten Monaten das "Zentrum der Gesellschaft" in Deutschland erreicht.

nw-headline" id="Terms_and_demarcations">Begriffe und Abgrenzungen< class="mw-editsection-bracket">

Sadomasochismus wird gewöhnlich als eine Art sexueller Abweichung aufgefasst, bei der eine Person Freude oder Zufriedenheit durch die Hinzufügung oder Erfahrung von Schmerzen, Macht oder Erniedrigung erfährt. Man unterscheidet zwischen neigendem (lat. inclinare: drehen) oder einvernehmlichem Sadomasochismus und nicht neigendem Sadomasochismus. Hinzu kommen unterschiedliche therapeutische und umgangssprachliche Bezeichnungen, die zum Teil sehr unterschiedlich sind und sich vor allem in der Fragestellung widerspiegeln, ob Sadomasochismus eine Sexualpräferenz auf gleicher Augenhöhe mit anderen Präferenzen ist oder ob es sich im Grunde um eine behandelungsbedürftige Sexualverhaltensstörung, eine Paraphilia, handele.

Der Sadomasochismus - in all seinen Variationen durch die Schriftzug BDSM dargestellt - ist auch in dem vielschichtigen Abkürzung BDSM zu finden, die sich aus Knechtschaft & Disziplin, Herrschaft & Unterwerfung, Satanismus & Maasochismus setzt. Im Umgangssprachlichen bezeichnet der Ausdruck Sadomasochismus, oder die Abkürzung Sadomasochismus oder BDSM, Sexualpraktiken im Feld des BDSM ohne weitere Spezifizierung.

Oft wird der Begriff auch verwendet, um gemischte Formen von Sadomasochismus oder BDSM mit unterschiedlichen Fetischpraktiken zu beschreiben. Diese Klassifizierung erfolgt nach den diagnostischen Basiskriterien ICD-10-GM (GM: German Modification) und dem von der American Psychiatric Society in den USA herausgegebenen, viel beschworenen Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV).

8 ] Konsensuelle oder geheime Sexualpräferenzen für die sadomasochistischen Praxen entsprechen in der Regel nicht den Anforderungen für die Diagnose von Sadomasochismus im gegenwärtigen Sinn und sind ein sozial unterschiedlicher, aber nicht seltener Ausdruck individueller Geschlechtlichkeit. Allerdings lassen sich die Übergangseffekte zwischen individueller und sexueller Präferenzstörung nicht immer nachvollziehen.

Allerdings kommt es zu einer überlagerung von Störungen der Sexualität durch die Praxis sadomasochistischer Methoden. Abhängig von der Meinung des zugrundeliegenden diagnostischen Schlüssels wird der Sadomasochismus als Ganzes oder in seinen Einzelaspekten erachtet. Sadomasochismus gilt nach ICD-10 F65.5 als einheitliches "Störung der Sexualität ", wodurch eine separate Bezeichnung für eine der beiden Formen vorgenommen werden kann.

Weitere diagnostische Kriterien für den Therapiebedarf sind ungewöhnliche Sexualphantasien oder zwanghafte Verhaltensmuster, die länger als sechs Monate andauern, sowie das individuelle Leid des Betreffenden an diesen Phantasien und Verhaltensmustern und die Beschränkung auf mehrere Funktionsbereiche, zum Beispiel im Sozialeinsatz. Eine Masochismusdiagnose (DSM IV Nr. 83 )[12] oder eine Sadismusdiagnose (302. 84)[13] im Hinblick auf die geschlechtlich motivierte Manifestation dieser Erkrankungen darf daher nur dann erfolgen, wenn der Betreffende nicht anders als durch die Praxis der sadistischen oder masochistischen Praxis befriedigt werden kann oder seine eigene sadistische oder masochistische Geschlechtspräferenz selbst abstößt und sich in seinen Lebensverhältnissen eingeengt oder sonst unter ihr erleidet.

Er kommt in dieser Studie zu dem Schluss, dass keine gängige psychopathologische Methode von SadomasochistInnen formuliert werden kann und dass aus der Fachliteratur kein einheitliches Krankheitsbild abgeleitet werden kann. Es ist nicht nachweisbar, dass SadomasochistInnen bestimmte psychische Beschwerden oder Präferenzen haben, die speziell nur unter ihnen auftreten und in unmittelbarem Bezug zur Sadomaso-Tendenz stehen. 2.

Es gibt unterschiedliche Thesen über die Gründe und die Entwicklung des Sadomasochismus, die sich meist auf die jeweiligen Erscheinungsformen des Sadismus bzw. der Masochistik berufen und keine allgemein gültige Begründung für die Entwicklung von sadomasochistischen Präferenzen haben. Bräutigam: Sexualität: Krankheiten, Unterschiede, Transsexualität; 2007, J. S. B. H. Fiedler, ISBN 978-3-7945-2463-1 Peter Fiedler: Sexualorientierung und Sexualabweichung.

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