Pfefferspraypistole

Pfefferspray-Pistole

Foto: Piexon WTF ist eine Pfeffer-Spritzpistole? Eine Übersicht der aktuellen Pfefferpistolen finden Sie hier. Die Pfefferpistole besticht durch einfache Handhabung in Gefahrensituationen und ist sehr einfach zu bedienen. Schutzengel Piexon Il Pfefferspray Pistole, One Size Trainingsgerät. Das Pfefferspray JPX Jet Protector ist ein Schweizer Qualitätsprodukt.

Pfefferpistole - Vor- und Nachteile Rechtsauskünfte

Wie der Name schon sagt, ähnelt eine Pfefferspray-Pistole - gewöhnlich auch Paprikapistole genannt - in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Bedienung einer normalen Faustfeuerwaffe - einer richtigen Waffe. Ähnlich wie bei konventionellen Paprikasprays wird hier in der Regel ein extrem wirksames Reizmittel auf der Grundlage des Wirkstoffes Oleoresin Capsicum "OC" eingesetzt.

Pfefferpistolen werden nicht nur von der Kriminalpolizei oder dem Sicherheitsdienst eingesetzt, sondern sind grundsätzlich auch für Privatleute rechtlich verfügbar und genießen hier aufgrund ihrer besonderen Merkmale auch besonders große Popularität. Die Sprühgeschwindigkeit ist je nach Pfefferpistole oft wesentlich höher als bei herkömmlichen Pfeffersprays.

Das hat nicht nur einen positiven Effekt auf die Maximalreichweite des Reizmittels, sondern kann sich auch auf dessen Wirksamkeit auswirkt - so kann zum Beispiel die bis zu 650 km/h schnelle Reizladung des JPX Jet Protector auch in die Skimaske eindringen. Die meisten Paprikapistolen in Deutschland sind, wie bereits gesagt, grundsätzlich erlaubt, jedoch kann es je nach Ausführung bestimmte Beschränkungen hinsichtlich der Führung geben - wenn eine Pfefferspray-Pistole vom BKA als so genannte Scheinwaffe klassifiziert wurde (täuschend echte Nachahmung einer Waffe ), kann sie in den eigenen vier Wänden bereit gehalten werden - und kann auch in einer Notfallsituation verwendet werden - darf aber nicht von der Allgemeinheit benutzt werden.

Doch bevor wir auf die verschiedenen Vor- und Nachteile einer Pfefferpistole näher einsteigen, stellen wir zunächst einige Typen und ihre speziellen Merkmale vor und erläutern deren gesetzliche Einordnung. Die folgenden Pfefferstreuer sind grundsätzlich lieferbar - die meisten sind auch in Deutschland zugelassen und können daher selbstverständlich rechtmäßig gekauft werden:

Aus gutem Grunde ist die JPX Jet Protector die wohl berühmteste und populärste Pfefferspray-Pistole im Moment. Dadurch ist der Reizstrahl mit seiner außergewöhnlich großen Schärfe von 400.000 Grad nicht nur extrem standfest, sondern kann z.B. auch in die Angriffsmaske eindringen!

Die Pfefferpistole ist grundsätzlich in zwei Versionen verfügbar - eine Zivilversion und eine offizielle Variante mit Diodenlaser. In Deutschland ist die Zivilversion ohne Lasertechnik ohne Einschränkungen zu haben. Auch dies ist nach der jeweiligen BKA-Entscheidung keine scheinbare Waffe, weshalb auch die öffentliche Führung grundsätzlich zulässig ist.

Die zivile Variante und die Autoritätsvariante stehen in Österreich für Einzelpersonen zur Verfügung. Die Guardian Angel 2 ist eine besonders kleine Pfefferspray-Pistole des schweizerischen Unternehmens Piexon. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es keine speziellen Beschränkungen für diese Pfefferminz. Für das Spray gilt die gleiche gesetzliche Regelung wie für das klassische Paprikaspray.

Sie wird mit einem Druckgas (nach dem gleichen Verfahren wie herkömmliche Pfeffersprays) beaufschlagt und erlaubt eine kontinuierliche Sprühzeit von knapp 8 s - wahlweise können aber auch mehrere Kurzsprays dosiert werden. Die Pfefferpistole ist in unterschiedlichen Farbvarianten - black, camo, white, rosa und blue - lieferbar und kann auch mit Trainingspatronen gefüllt werden.

Da in Deutschland diese Pfefferspray-Pistole vom BKA als Scheinwaffe eingestuft wurde, darf die Mace Pepper Gun in Deutschland gekauft, aber nicht verwendet werden. Es ist in Österreich nicht eingeschränkt und kann ab dem 18. Lebensjahr gekauft und öffentlich angeboten werden. Auch in der Schweiz gilt für die Mace-Pfefferpistole keine besondere Regelung und sie kann unter den gleichen Bedingungen wie andere Pfefferspray-Produkte gekauft und betrieben werden.

Als logische Weiterführung des JPX Jet Protectors kann der JPX JPX4 betrachtet werden. Das JPX4 ist grundsätzlich in zwei Versionen verfügbar - eine Regierungsversion mit integriertem Lasersystem (LE - Law Enforcement) und eine zivile Version ohne Lasersystem (CP - Compact). Sowohl die zivile Version als auch die behördliche Version mit integriertem Diodenlaser sind in Deutschland untersagt, da diese Paprikapistole laut BKA eine gleichberechtigte Abschussvorrichtung für Patronenmunition ist.

Die zivile Variante kann in Österreich ab 18 Jahren gekauft und auch verwaltet werden. Selbst wenn der Vertrieb der Laserversion an Privatleute juristisch unbedenklich wäre, hat sich Piexon entschlossen, das LE-Modell exklusiv der Gendarmerie oder anderen Stellen zu überlassen. Die zivile Variante "CP" kann in der Schweiz auch von Privaten erstanden werden.

Zur öffentlichen Nutzung ist jedoch eine Genehmigung zum Tragen von Waffen nach Artikel 27 AG erforderlich, für deren Erlangung eine angemessene Überprüfung abzulegen ist. Grundsätzlich ist der Jet Protector JPX mit integriertem Lasersystem mit der Standardausführung ohne Lasersystem baugleich. Gegenüber der " zivilen Version " verfügt die " Autoritätsversion " jedoch über einen Targetlaser der Kategorie 2 mit 2.5mw und einer Wellenlängen von 620-690nm, was die Targeterfassung noch einfacher macht.

Auch in Deutschland ist der Strahlprotektor JPX mit integriertem Laserschutz jetzt zugelassen, sofern das Gerät nicht als Tierschutzgerät gekennzeichnet ist. Eine Nachrüstung der Version ohne Diodenlaser mit einem Fremdlasermodul ist nicht zulässig. Zugelassen sind in Österreich sowohl äußere Laserzielgeräte als auch permanent installierte Laserbausteine. Der JPX Strahlprotektor muss auch nicht als tierabweisendes Gerät gekennzeichnet werden und darf in Österreich ab 18 Jahren gekauft und betrieben werden.

In der Schweiz sind wie in Deutschland Laserziele grundsätzlich untersagt. Weil in der Schweiz Paprikasprays dem Waffenrecht unterstehen, ist der Strahlprotektor mit integriertem Laserschutz auch für Privatleute nicht zu haben. Der augenscheinlichste Unterscheid zwischen einer Pfefferpistole und einem klassischen Paprikaspray besteht, wie oben beschrieben, in der Ausgestaltung.

Aufgrund der verbesserten ergonomischen Gestaltung einer Pfefferspray-Pistole gibt es besondere Handhabungsvorteile - zum Beispiel ist die "Zielerfassung" mit einer Pepperpistole oft wesentlich einfacher als mit einem herkömmlichen Pepperspray. Eine weitere, oft erwähnte Stärke einiger Pfefferpistolen ist die Schnelligkeit des Pfefferstrahls. Dieser schnelle und komprimierte Strahl hat den großen Vorzug, dass er unempfindlich gegen externe Einflussfaktoren wie z. B. Windeinflüsse ist.

Außerdem kann die Kleidung eines Angriffs, wie z.B. eine Maske, viel leichter durchbrochen werden, was im Notfall von entscheidender Bedeutung sein kann. Manche Pfefferpistolen sind auch mit einer Laservisierhilfe oder LED´s ausgerüstet oder können nachträglich montiert werden - das macht das Richten wesentlich leichter - auch bei Dunkeln. Mit all den Vorzügen, die man nicht von alleine loswerden kann, wollen wir auch die eventuellen Benachteiligungen von Pfefferpistolen erwähnen.

Immer wieder wird in vielen Gremien oder anderen Podien gesagt, dass Paprikaspray viel weniger auffällt als eine Pfefferspray-Pistole. Unseres Erachtens kann dies jedoch nicht durchgängig gesagt werden, da es eine Vielfalt von verschiedenen Pfefferpistolen und -sprays in verschiedenen Grössen gibt. Zum Beispiel sind Paprikasprays mit einem Füllvolumen von 90 ml und Dimensionen von 15 cm (Höhe) und knapp 4 cm (Durchmesser) keine Ausnahme - und selbst Verteidigungssprays dieser "mittleren Größe" können in der Regel in jeder Hand- oder Manteltasche aufbewahrt werden.

Die Pfefferpistole Guardian Angel 2 mit ihren Maßen von nur 12 x 2,5 x 8,5 cm wirkt dagegen - wie in der nebenstehenden Grafik zu sehen - fast platzsparend und kann daher auch ohne Probleme und unscheinbar geführt werden. Das generelle Bekenntnis, dass Paprikaspray ohnehin unscheinbarer ist, kann daher unserer Meinung nach mit Zuversicht in Vergessenheit geraten.

Informieren Sie sich in jedem Fall vorher über die jeweilige Größe, dann sollte es keine Überraschung sein - in unserem Pfefferspray-Test bieten wir auch einen unmittelbaren Grössenvergleich zwischen den entsprechenden Pfefferspray-Pistolen und Abwehr-Sprays. Mögliche Nachteile von Pfefferspray-Pistolen könnten jedoch die Pistolenoptik und die damit verbundene Verwechselungsgefahr sein.

Einige Pfefferwaffen ähneln erstaunlich den realen Waffen. Doch die meisten Produzenten haben auch Pfeffer-Spritzpistolen in unterschiedlichen Farbtönen, von orange über hellblau bis violett. Außerdem werden in Deutschland besonders waffenähnliche Waffen als Scheinwaffe eingestuft und dürfen nicht in der Allgemeinheit verwendet werden.

Die folgende Grafik verdeutlicht den Unterschied zwischen einer nicht als scheinbare Waffe eingestuften Pfefferpistole (links) und einem schockierenden Revolver (rechts): Ein anderer Vorteil besteht in den gegenüber der Pfefferpistole erhöhten Einstandskosten. Konventionelle Paprikasprays sind bereits ab ca. 15,00 EUR erhältlich, der Verkaufspreis für eine Paprikaspistole beträgt je nach Ausführung zwischen 30 und 200 EUR.

Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass eine Pfefferpistole in vielen Punkten deutliche Vorzüge hat und ein wirksames Mittel zur Selbstverteidigung ist - letztlich muss aber jeder selbst bestimmen, ob dies die etwas erhöhten Anschaffungs- kosten rechtfertigen kann. Wie kann ich eine Pfefferspray-Pistole erstehen? Rechtliche Pfefferwaffen wie der JPX Jet Protector oder der etwas kleiner dimensionierte Guardian Angel sind in Deutschland sowohl im gut bestückten Fachhandel als auch im Internet zu haben.

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