Nachtzielgerät

Nachtabfrageeinrichtung

Wenn man ein Nachtsichtgerät durch Montage an einem Gewehr befestigt, wird es als Nachtsichtgerät gezeichnet. Das ist ein Nachtsichtgerät, was ist ein Nachtsichtgerät? Die Verwendung von Nachtzielgeräten während der Jagd sorgt derzeit für heftige Diskussionen unter den Jägern. Das ist ein ganz anderes Gefühl als bei einem herkömmlichen Nachtzielgerät. IN MANCHEN LÄNDERN IST DIE NACHTSICHT MÖGLICH.

Säuejagd mit Nachtzielgerät - die knifflige bayrische Variante

Es ist in der BRD nach 19 Abs. 1 Ziff. 4 in der Nacht untersagt, Hufwild, ausgenommen Wildschweine, zu jagen; die Nacht ist die Zeit von eineinhalb bis anderthalb Sonnenstunden vor dem Morgengrauen;.... Also ist die nächtliche Jagd im Grunde genommen nur für die Wildschweinjagd von Belang.

Aus diesem Grund gibt es in der Fachliteratur und in der Jagd immer mehr Befürworter, die die Jagd auf Wildschweine in der Nacht erleichtern. Die Bundesjagd ordnung untersagt die Benutzung von Geräten, die über einen Bildsensor oder eine elektrische Verstärkeranlage verfügen und für die Jagd mit Feuerwaffen vorgesehen sind. Gemäß 2 Absatz 3 WafG in Zusammenhang mit V. m. dessen Anhang 1 Absatz 1 Absatz 1 Nummer 3 (Definition) und Anhang 2 Absatz 1.2.4. 2 und 19 Absatz 5a WjagdG ist es strengstens untersagt, in Zusammenhang mit einer Waffe ein für das Nachtsehen ( "night vision" oder "thermal imaging optics") taugliches Mittel, beispielsweise durch Adapter, Baugruppen oder auf andere Art und Weisen, zum zielgerichteten Schiessen einzusetzen.

In diesem Fall ist nicht nur die Benutzung der Waffen selbst mit einer Geldstrafe bedroht, sondern mit dem Gerät als Visier für eine Waffen, in welcher Form auch immer, ist auch der rechtmäßige Gebrauch bis dahin untersagt. Ein Verstoß gegen das Jagdverbot kann zur Beschlagnahme der Optiken und der dazugehörigen Waffen und damit zum Wegfall der Jagdlizenz, der WBC und, falls vorhanden, zum Wegfall eines verpachteten Jagdgebietes führen. 2.

Erstens: Das Bundeskriminalamt (BKA) beschließt "auf Verlangen von bestimmten Persönlichkeiten und Stellen, ob ein Objekt unter das Rüstungsgesetz fällt oder wie es nach den Definitionen in Anhang 1 Absätze 1 und 3 und Anhang 2 zu klassifizieren ist (§ 2 Abs. 5 Sätze 1 und 2 WaffG).

Objekte unterliegen jedoch nur dann dem (eng auszulegenden) Verwendungsverbot, wenn "sie von den mit ihnen befassten Stellen in einen waffenrechtlichen Kontext gestellt werden, d.h. wenn sie mit ihnen zu einem vom Weapons Act abgelehnten Zwecke umzugehen haben. Deshalb weichen sie der Konkretisierungsbehörde des Bundeskriminalamtes nach 2 Abs. 5 WafG aus; denn diese Behörde bezieht sich auf die Bewertung von Objekten und deren Untersagung nach dem Gehörten, nicht aber auf die Bewertung von Verhalten und Handlungsweisen im Umgang damit.

Dass § 2 Abs. 5 WafG nicht anwendbar ist, wird dadurch belegt, dass die Bewertung des Zwecks, die an Stelle der Sache selbst an das Handeln von Menschen gebunden ist, regelmässig von den Gegebenheiten des Einzelfalles abhängt. Das heißt: Kann ein Objekt sowohl für illegale Waffen als auch für andere zulässige Verwendungszwecke (sogenannte "Dual Use"- oder "Multiple Use"-Geräte) genutzt werden, so unterliegt es nicht dem Verwendungsverbot und das BKA muss seinen Besitzer und seine Nutzung gestatten.

Nachtzieleinrichtungen sind daher zulässig, wenn sie auch als Freisprecheinrichtung zur Überwachung oder als Zubehör für Fotoapparate oder Ferngläser eingesetzt werden können. Sie sind als Zielvorrichtungen, auch als Aufsätze mit Klemmadaptern am Zielfernrohr, strengstens untersagt. Mit Beschluss Nr. 17/4811, 17/5375 vom 03.03.2015 hatte der bayrische Landtag die Staatsregierung dazu aufgerufen, "die Möglichkeit zur Erlangung des zulässigen Einsatzes der Nachtzieltechnologie ( "Nachtzielgeräte und Kunstlichtquellen mit fester Verbindung zur Waffe") in speziellen Problemgebieten für eine ausgesuchte, speziell ausgebildete Gruppe von Personen für die Wildschweinjagd auszuloten.

In seinem jüngsten Brief vom 22. März 2016 an den Präsidenten des Bayrischen Landtages stellt der bayrische Minister für Land- und Forstwirtschaft dann die spannende Rechtsauffassung dar, dass in einigen Fällen und unter gewissen Bedingungen einzelnen autorisierten Jägern befristet Einzelgenehmigungen zur Verwendung von Nachtzielgeräten mit Adaptern für Zielfernrohre ausschliesslich für die Wildschweinjagd erteilt werden können.

Das Waffenverbotsgesetz gilt nicht, wenn jemand auf der Grundlage einer Verfügung nach 40 Abs. 2 des Waffengesetzes aktiv wird. Aus der rechtlichen Überprüfung geht hervor, dass die zuständigen Jagdbehörden berechtigt sind, bei Erfüllung der jagdgesetzlichen Anforderungen sowohl die jagdliche Freistellung nach 29 Abs. 5 S. 2 BJG... zu gewähren als auch, bei Erfüllung der weiteren Anforderungen, mit einer korrespondierenden Anordnung nach 40 Abs. 2 WFG die rüstungsrechtliche Legitimierung zu erwirken.

Im Freistaat Bayern können unter gewissen Bedingungen und exklusiv für die Nachtjagd bestimmte Bezirksbesitzer mit Hilfe der Nachtzieltechnologie - Nachtansicht oder Thermografie - auf dem Zielfernrohr mit Spannadaptern einen begrenzten offiziellen Jagdauftrag erhalten.

Mehr zum Thema