Leuchtgas

Stadtgas

Das Leuchtturmgas oder Stadtgas war ein üblicher Brennstoff der Städte, der durch Kohlevergasung erzeugt und heute durch Erdgas ersetzt wurde. Lumineszierendes Gas ist ein giftiges Gasgemisch, das aus Steinkohle gewonnen wird. In der Vergangenheit wurde es zur Beleuchtung von Straßen verwendet. Für die Herstellung und Verwendung von Leuchtgas. Was sich hinter dem Begriff Leuchtgas verbirgt, weiß kaum jemand, aber jetzt ist Licht in der Dunkelheit.

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Ähnlich wie bei Azetylen wurde dem städtischen Gas eine sehr geringe Menge an Diphosphan mit Knoblauchgeruch zugegeben, so dass unbeabsichtigte Leckagen festgestellt werden konnten (siehe auch Odorierung). Zur Erhöhung des Heizwertes von reinem Kohlegas wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert auch Wassergas, das hauptsächlich aus Kohlenmonoxid und Stickstoff besteht, dem Gas der Stadt hinzugefügt.

Weltkrieges begannen die Arbeiten zur Reduzierung des toxischen Kohlenmonoxidgehaltes und die Zugabe von mehr Methan zum städtischen Abgas. Als Brenngas steht heute vergleichsweise einfach und schnell Erdöl zur VerfÃ?gung, was die Vergasung von Kohle fÃ?r die Stadtgasförderung Ã?berflÃ?ssig macht. Heute wird in Deutschland kein städtisches Benzin mehr gefördert. Selbstmorde in der Art einer Inhalationsvergiftung sind mit dem Einsatz von Naturgas nahezu ausgeschlossen.

Das Stadtgas wird durch Entgasung von Steinzeug unter Ausschluss von Luft in der Retorte oder im Kammerofen erzeugt. Die Prozesse zur Herstellung von Wasser- und Generatorengas in Kokereianlagen sind ähnlich. Die flämischen Forscher Johan Baptista van Helmont (1577-1644) entdeckten einen "wilden Geist" aus geheiztem Brennholz und Kohlen und beschrieben ihn in seinem Werk "Origins of Medicine" (1609) als "Gas" (abgeleitet vom Chaos).

Das erste funktionsfähige Gaslicht wurde von William Murdoch (später Murdock) (1754-1839) erfunden, der angeblich zuerst in der Teekanne seiner Mama Kohlen erhitzt hatte, um leichtes Gas zu erzeugen. Philippe Lebon patentierte 1799 in Frankreich die Beleuchtung mit Gas und stellte 1801 ihre Verwendung für die Stadtbeleuchtung vor. Erst 1812 wurde die erste gewerbliche Gasanlage an der Great Peter Street von der Londoner und westminsterischen Gas Light and Coke Company (Leuchtgas- und Kokainwerke London-Westminster) gebaut, deren Kohlengase durch Holzrohrleitungen zur westminsterbrücke geführt wurden und ab Neujahr 1813 Gaslampen lieferten.

Rembrandt Peale baute in den USA mit vier weiteren Gesellschaftern die Gaz Light Company of Baltimore auf Stadtgasbasis, während in Fredonia, New York, seit 1821 Naturgas eingesetzt wird. Die erste Gasanlage auf dem europÃ?ischen Festland wurde 1825 von der kaiserlichen Kontinentalgasgesellschaft (ICGA) in Hannover gebaut - bis 1870 gab es bereits Ã?ber 340 Gasanlagen in Deutschland, die aus Kohle, Holzwirtschaft, Torf und anderen Materialien Stadtabgase gewannen.

Andernfalls konnten William Murdock und sein Student Samual Clegg große Gebiete mit Fackelgas ausstatten. Ab den 1850er Jahren stellte das Gaswerk die Produktion auf Klärgas um, so dass nun anstelle von Kokain unmittelbar Steinkohle als Rohmaterial verwendet werden konnte. Das BWG-Verfahren ( "Blue Waters Gas", 1850 von Carl Wilhelm Siemens erfunden) zeigt 1860 die Nutzung von Kerosin-Gasen, die bei der Raffination von Benzin zur Nutzung als Leichtgas anfallen.

Der CWG-Prozess war damals die gängige Methode zur Herstellung von Citygas aus den 1880er bis etwa 1950er Jahren - das resultierende Citygas hat einen Brennwert von etwa 20 MJ/m3. Im Jahre 1885 entwickelte Carl Auer von Welsbach den Glühstrumpf, mit dem das Leuchten von Gaslampen mit deutlich erhöhter Lichtstärke gegenüber der Elektrobeleuchtung durchgesetzt wurde.

Der Einsatz von Fluoreszenzgas hatte weit reichende soziale Auswirkungen. In fast jeder britischen Großstadt wurden Erdgaswerke gebaut, die mit Hilfe von Druckgaspipelines die Großstädte beleuchten - mit der Einführung des Erdgaszählers in den späten 1880er Jahren wurde Stadtgas in privaten Haushalten alltäglich und wurde immer häufiger für andere Zwecke als für leichte Gase genutzt. Der Einsatz von Stadtgas zum Heizen ist eine Konsequenz aus der Nutzung von Heizoel zur Verbrennung von Wasserkochern, die dann die Wohnhäuser als zentrale Heizzentrale versorg.

Zur Zeit der gewerblichen Verwendung von Stadtgas befand es sich aber auch in ständiger Konkurrenzsituation mit Strom, der als sauber, sicher, leichter zu bedienen und ohne Geruchsbelästigungen wahrgenommen wurde. Infolgedessen wurde die Verwendung von Stadtgas als Lichtquelle immer weiter nach hinten verschoben und blieb hauptsächlich zum Garen und Erhitzen.

Im Vereinigten Königreich wurde die Entscheidung, auf Gas umzusteigen, 1967 getroffen und 1977 mit Unterstützung des Staates vollzogen - 13 Mio. Privathaushalte, rund 40.000 Läden und rund 100.000 Industrieanlagen wurden umgebaut (einige der gefährlichen Strukturen wurden ebenfalls aufgedeckt und stillgelegt ) und schliesslich am 11. Dezember 1977 mit dem Umbau einer Gasverbrennungsanlage in Edinburgh beendet.

So fand in Wien und Augsburg (siehe insbesondere Erdgaswerk Augsburg) der Umbau in einem langen Verfahren von 1969 bis 1978 statt[2] Bei einem Umbau mussten die Stutzen und Abdichtungen an der entsprechenden Feuerungstechnologie aufgrund des anderen Brennwertes und des anderen Betriebsdrucks ausgewechselt werden, oder die Anlagen wurden durch neue für den Erdgasbetrieb entworfen.

Es gab auch das Dilemma, dass das im Gegensatz zu Citygas recht ausgetrocknete und damit undichte Hanfdichtungen entstanden sind[4]. Mord und die Geburt der Rechtsmedizin im Jazz-Zeitalter New York, Penguin Press, Ausgabe 10. Nach 170 Jahren gibt es kein Gas mehr in Berlin, Zugriff am 13. September 2008, Magazin Berlin. Firmenprofil der Gasag: DieGASAG.

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