Ko Gas Wirkung

Koch-Gas-Effekt

Zu den bekanntesten Herstellern der kleinen, aber wirkungsvollen Selbstverteidigungshilfen gehören Jet und Neudorff. Das KO-Gas aus CS-Gas und Pfefferspray hat sich als effektiver erwiesen. Beschaffenheit von erheblicher Bedeutung für die Wirkung. ! a) Ist Pfefferspray aus Sicht der Stärke wirksam?

Das stimmt bei einem Einbruch mit Narkosegas.

Jährlich zu Beginn der Ferien, wenn die ersten Reisemobile nach Norden fahren, sammeln sich Meldungen über rätselhafte Razzien und Wohnungseinbrüche an. Die Täter müssen es geschafft haben, Betäubungsgase einzuführen - vielleicht durch ein geneigtes Sichtfenster, die Klimatisierung oder das Lüftungssystem. In der Zwischenzeit beschränkt sich der Gebrauch von Betäubungsgasen bei Nachteinbrüchen jedoch nicht mehr nur auf geparkte Reisemobile.

So wurde im August 1515 in mehreren Zeitungen berichtet, dass bei einem Einzug in die Urlaubsvilla des Formel-1-Fahrers Jenson Button auch ein Betäubungsgas gegen den Fahrer und seine Ehefrau eingenommen wurde. Meine Freunde hatten am folgenden Tag 800 Euros zu wenig, eine Uhr und Geld wurden aus zwei anderen Räumen gestohlen.

Dr. Harald Andel ist Spezialist für Anästhesie, Allgemeinmedizin und Universitätsprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Den Einbruch mit Betäubungsgas hat er mir prinzipiell ermöglicht. Die Betäubung mit Kohlenmonoxyd ist zwar möglich, aber äußerst riskant und laut Dr. Andreas ziemlich ungewöhnlich. "Dies ist nur mit einer adäquat dimensionierten Klimatisierung denkbar", erläutert er.

Wo bei Harald Andel aufgrund des hohen Preis- und Geruchsgrades die Anwendung von echtem Anästhesiegas wie Sevofluran oder Isofluran nicht in Betracht kommt, kann der Arzt wahlweise auch Aerosol verwenden. "Aber auch Aerosol ist kostspielig und nicht sofort verfügbar", sagt er. Eine solche Aerosol-Gas-Mischung wurde bei der Entführung am Dubrovka-Theater in Moskau im Okt. 2002 verwendet.

Neben den ärztlichen und wirtschaftlichen Aspekten gibt es noch einige weitere einfache Gründe gegen den Gebrauch von Anästhesiegasen bei Einbruch. In keinem einzelnen nachgewiesenen Falle konnte der Nachweis der Verwendung von Anästhesiegas erbracht werden. Selbst bei Kriminellen wird die Verwendung von Betäubungsmitteln bei Einbruch oder Raub als sehr wenig wahrscheinlich angesehen.

Uns sind keine Fälle bekannt, in denen der Gebrauch von narkotischen Gasen nachweisbar ist. In Kärnten, wo es laut Kleiner Zeitung mindestens 2012 mehrere Raubüberfälle mit Betäubungsgas gegeben haben soll, weiss die Gendarmerie nichts davon. Die Geschichten über die Narkose sind wohl mehr eine urbane Legende unter den Reisemobilisten, die ihren Weg in die Presse gefunden haben und sich seitdem von Poolcouch zu Poolcouch und nicht mehr von realen Vorfällen verbreitet haben.

Weshalb es immer noch zu einem Einbruch kommt, der von den Schwellen nicht bemerkt wird, lässt sich nicht universell erklären.

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