Kirrung Rehwild

Hirsch Kirrung Rogen

Es hat sich auch bei Sauen bewährt, dass sie nach dem Schuss an der Kirrung sitzen bleiben. Die Kirrung auf Rehwild macht ohnehin nur bei Frost Sinn. Rehe sind in Bayern noch sehr zahlreich und häufig in den Waldgebieten anzutreffen.

Einzel-Jagd mit reduziertem Wildbestand - Ökopark Bayern

Um genau zu sein, wie muss man auf die Jagd gehen, um das Spiel so geheim wie möglich zu halten? Die Problematik der "reduzierten Wildbestände" ist nicht so sehr, dass weniger Tiere in Bewegung sind, sondern dass das Spiel sein Benehmen an uns als Gegner angepasst und gekonnt erlernt hat, zeitliche und räumliche Zusammenstöße mit uns zu unterlassen.

Wer nicht erlernt und sich nicht auf neue Gefährdungen einstellen kann, erlischt. Es ist unsere Sache, wie viel Spielraum wir haben, um uns als "Feinde" zu sehen - und damit das Erlernen zu unterlassen. Die Wildnis hat uns nicht als "Feind" gerettet. Sie erlernt uns durch schlimme Erlebnisse als " Gegner " wiederzuerkennen.

Um dies zu unterbinden, müssen wir alles meiden, womit wir (und/oder das Auto) das Spiel mit dem Tode eines Verwandten in Zusammenhang bringt. Dieses Spiel ist immer noch bekannt und hat noch nicht den Umgang mit uns erlernt. Dieses Spiel ist bereits geheim geworden. Dies hat für unser weiteres Jagdverhalten jedoch nur insofern Bedeutung, als man sich mit den unten aufgeführten Massnahmen im zweiten Falle weniger Fehler erlaubt.

Das Umfeld darf sich beim Spiel nicht von "vor dem Schuss" und "nach dem Schuss" unterscheiden: Keine Autos, die hier fahren, keine zweibeinigen, die vom Stamm krabbeln und den Mitarbeiter einsammeln, keine sich wiederholenden Geräusche, Fackeln, Zigarettenbeleuchtung, Rascheln, Rumpeln, Hochsitzrasseln - NICHTS! Nur wer den "Feind" kennt, kann etwas dazugelernt haben - und überleben!

Es hat sich auch bei Sau als richtig erwiesen, nach dem Schuß an der Kirrung zu saßen. Bei drei oder vier unerfahrenen Überläufern ragen die überlebenden oft eine gute halbe Stunden nach dem Schuß wieder aus der Schnauze, weil das Essen so gut duftet - aber nur, wenn das erste Exemplar nicht klagte, wenn möglich auch nicht (weit) floh und nichts anderes (Geräusche, Geruch) vom Jagdflugzeug bemerkt hat.

Ganz im Gegenteil: Wo auch beim Schießen des Weibchens und Jungtieres ernst gemacht wird, entwickelt sich das Reh- und Jährlingswesen aus dem Wildtiergewicht und den Jagdtrophäen klar besser als in den Bezirken, wo ab Ende November fast keine Reh- und Rehkitze mehr jagd. Die Jägerin muss für das Spiel unvorhersehbar sein.

Es muss auch Zeiten ohne Lärm kommen - und das nicht nur von Anfang an. Ich möchte an dieser Stelle auf Müllers Rehkalender hinweisen, wo man sehen kann, wann Hirsche besonders gut ernährt sind. Dazu darf die Oberfläche und die Zeitdauer nicht zu gering sein.

Für die Pausenjagd ist es eine gute Gelegenheit, im Monat April mit voller Geschwindigkeit zu hetzen und die Jagd im Monat August und August wieder aufzunehmen. Klingt jetzt ziemlich grobkotzig, in Wahrheit wird von den meisten Jägern unterschätzt, wie genau sie schon mit einem geringen regulären Trainingsaufwand schiessen können, wenn sie üben.

Möglicherweise ist dies der LG Schießstand im Weinkeller, wo Sie mit uns an einem Wildausschnitt aus der Jagd-Zeitung üben. Wahlweise Selbstlade- oder Repetierbüchse, wenn Sie es gewohnt sind, sich nach dem Schuß blitzartig zu wiederholen - oder im Echo. Meiner Meinung nach ist dies bei Rehwild verlässlich. Besonders schüchternes Spiel kommt oft sehr verspätet.

Eine 6-24x56 oder sogar 72x ist zwar etwas teurer (Meopta ist bereits zum 1500,- Preis erhältlich), hat aber noch Helligkeits-Reserven und ermöglicht auch bei "zahmen Kalibern" mit entsprechender Fadenkreuz-Schnellverstellung, ballistischem Turm oder wie auch immer die Dinge der betreffenden Kompanie genannt werden können, recht genaue Abflüge.

Ja, ich weiss - mal ist es nicht anders, aber dann, wenn möglich, blendet man den Platz nach rückwärts, sonst sticht man für das von hinten kommenden Spiel klar vom strahlenden Sternenhimmel ab. Man muss nicht erleuchtet werden - sondern die Oberfläche / das Spiel. Salz leckt / kreist möglichst nie auf der Wiese, besser auf kleinen nackten Flächen oder Löchern, wo es schneit, das trockene helle Grün erhellt den Grund und das Spiel hat dennoch das Gefuehl, von ein paar Kusseln oder anderer Vegetation bedeckt zu sein.

Sie sollte so groß sein, dass sich das Spiel zwar recht gut anfühlt, uns beim Schießen aber trotzdem nicht aufregt. Wenn die Kirche auch hier zwischen der hellen Oberfläche und dem hohen Sitz steht, fallen sie in der Abenddämmerung besser auf, und wenn der zweite und dritte Absprung erfolgt, dann nicht im Licht, sondern im Urwald, also auf den hohen Sitz zu - und hoffen in der Regel nach ein paar Ausbrüchen auf ein Dublett.

Aber auch im Feldkorridor - wenn man sich mit den Landwirten gut verträgt - kann man ohne großen Kraftaufwand und mit einem anderen Zeitpunkt schöne Weiden in der Umgebung von hohen Plätzen anlegen. Hier habe ich im Spätherbst 15 Hirsche von 2 hohen Plätzen aus geschossen. Das neue Gemisch mit Weizen und Sonneblumen der BJV ist zwar nicht schlecht als Püree, aber ein Gebiet mit z.B. mehreren Hektar ist nur schlecht sichtbar und daher schwer zu jagen.

Die Kirrung auf Rehwild macht ohnehin nur bei Kälte Sinn. Insbesondere das regelmässige Beladen der Rungen in den wenigen Tagen ist sehr zeitaufwendig. Häufig ist es besser, "natürliche Kirrungen" zu verwenden, z.B. die wenigen Randeiche im Fichtenbereich oder die Brombeer- und Himbeerbereiche - oder auch die Rapssäcke.

Nicht weil ich dem Spiel keine Ruhe gebe, sondern weil der Wolf (den wir laut Aussage unserer grasenden Kolleginnen und Kollegen vermeintlich ersetzen) auch nicht auf die Uhr blickt. Das Lecken von Salzen ist auch eine großartige Sache, denn das Spiel verändert sich und geht dort vorbei, auch wenn es nicht wirklich etwas über das Thema Salzen wissen will.

Sonst wie bei der Kirrung: Nicht am Rande des Waldes oder auf der Weide, sondern in der Einöde, auf der Nebenstraße oder in der Brombeerhütte. Die befreundeten Fotoapparate können auch dort zumindest so gut wie auf der Insel installiert werden. Da gibt es auch Menschen, die 4 Fotoapparate mit MMS-Funktion auf ihren Rungen haben und in der fünften Position mit angeschaltetem Mobiltelefon dasitzen.

Bei einer MMS brechen sie zusammen, stolzieren die entsprechenden Kirschen und schiessen. Und auch nicht blödsinnig - ABER, man muss die Rungen und das notwendige Schießfeld wie oben geschildert anlegen. Hochsitzspringen kann das Spiel schrecklich beleidigen, wenn man es töricht macht - und reiches Opfer mitbringen, wenn man es auf intelligente Weise tut.

Das Spiel wird nicht verdächtig, wenn es von dort erfährt. Weil unsere erfolglosen Jagd-Versuche - ob das Spiel uns nun findet oder ob wir an uns vorbeischießen oder ob wir uns erkranken - uns am klarsten als "Feind" erkennt und ausweichen kann. Jeder, der auf dem Dach eines Autos auflegt oder gar (illegal) aus dem Wagen herausschießt, wird bald keinen Hirsch mehr haben und den Wagen als "Aufklärungsfahrzeug" nutzen.

Fahren Sie weiter (mindestens 400m), bis das Spiel Sie nicht mehr zu Gesicht bekommt (außer Sichtweite), dann gehen Sie vorsichtig und unsichtbar zurück und machen Sie Jagd. Falls das Spiel dich zurückschleichen kann, solltest du es nicht einmal ausprobieren, sondern den Bereich umklappen und einen geeigneten hohen Platz stalken. Auf diese Weise kann das Spiel nicht lernen, das Fahrzeug mit dem Töten in Verbindung zu setzen.

Stalking bedeutet, sich verdeckt und leise (nicht nur "wahrscheinlich unbemerkt", sondern auch unbemerkt) zu bewegen und dann auf einmal einen großen Bereich zu sehen, der für das Spiel mit wenig Bewegungen interessant ist. Erst auf diesem für das Spiel sichtbaren letzen Takt müssen wir uns in Slow Motion bewegen. Bei der Verdickung, beim Debüt oder bei alten Aktien ist man in der Regel zum Versagen verdammt, weil das Spiel einen zuerst aufnimmt.

"Falls Sie einmal auf ein Exemplar stoßen, wenn die Bodenvegetation es erlaubt, leg ich mich hinter meinen Rücken und setze mein Gewehr darauf für einen guten Schuß ab. Um unvorteilhafte Stellen zu überbrücken, ohne das Spiel zu stören, muss man sich sozusagen auffallend verhalten, um den Spaziergänger zu ehren.

Es wird vom Spiel beachtet, als Belästigung vermieden, aber nicht als Bedrohung ernst gemeint. Generell sollten wir uns im Bezirk immer sorglos und vorhersehbar aufhalten, wenn wir nicht ganz gezielt auf den Tod aus sind und das geheime, ruhige, stalkende Handeln für die Fälle bewahren, in denen es notwendig ist. Wir sollten immer noch meinen, dass wir ein Narr sind und das Spiel über uns ist (das ist häufiger als wir ohnehin denken), desto mehr können wir es mit einer plötzlichen Verfeinerung zur richtigen Zeit am richtigen Platz umbringen.

Dies ist natürlich erst recht schwierig, wenn das Spiel bereits von uns trainiert und geheim geworden ist. Um so mehr müssen wir ihn durch generell sorgloses Benehmen und Erholungsphasen einschlafen und gleichzeitig beim Fangen nicht wahrnehmbar sein. Man muss sicherstellen, dass wir ihnen nicht die Möglichkeit bieten, ihren Jungs beizubringen, wie sie uns mit Hilfe von Vorbildern täuschen können.

Einige der Rehe, die optimal auf die Hochsitzjagd abgestimmt sind, kommen auf die Treibjagd, weil sie sich dort unbeholfen aufführen. Nochmals, weil es so entscheidend ist: Das Spiel erlernt am meisten, wenn wir uns mehr oder weniger bald nach dem Schuß präsentieren und zum Schießen eilen oder es uns während der Fahrt auffängt.

Viele Ausflüge, aus der Distanz sehen, zuschauen, Schlüsse ziehen, nachdenken - vor allem wie ein Hirsch und nicht wie ein Drückeberger.

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