Karl Walther

Karl- Walther

Ansicht von Leipzig' von Karl Walther, Maler schöner deutscher Städte vor ihrer Zerstörung. In Wegeleben war Karl Walther Leiter der Feuerwehr, August Hesse. Der Zauberer Carl Walther Meyer, Schauspieler. Er war ein Maler des deutschen Spätimpressionismus. Er war ein Vertreter der Freilichtmalerei.

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Karel Walther (* 19th Aug. 1905 in Zeitz; 19. Juli 1981 in Seeshaupt) war ein Künstler des Spät-Impressionismus in Deutschland. Er war ein Repräsentant der Freiluftmalerei. Seine Arbeiten umfassen Portraits, Stilleben, Stadtlandschaften und Landschaftsbilder. Walther studiert nach einer Lehre als Lithograph zunächst bei Heinz Dörffel und Fritz Ernst Rentsch zunächst Kunst (1920), dann Kunstmalerei (1925) an der HfG Leipzig.

Walther hatte sein erstes Studio im Leutzschviertel in Leipzig. Im Jahre 1929 zog das Unternehmen nach Berlin. 1932 wurde er von Max Liebermann und Ulrich Hübner als Meisterstudent von Max Slevogt angenommen, starb aber kurz vor Walthers Eintreffen. Walther hatte seine erste Soloausstellung beim Galeriebesitzer Heinrich Barchfeld in Leipzig im Sept. 1926, im gleichen Jahr folgt eine Werkschau bei Viktor Hartberg in Berlin.

Auslandsaufenthalte führen ihn 1930 an den Lago di Lugano, 1931 nach Paris, wo er Oskar Kokoschka trifft, und 1932 zur Rembrandt-Ausstellung in Amsterdam; 1933 reist Walther für drei Wochen nach Florenz. Im Jahre 1935 heiratet Walther die Tochter eines Priesters und Bibliothekars Gnade-Maria Knoten. Während der NS-Zeit war Walther in vielen Einzelausstellungen vertreten[1] und nimmt seit 1938 regelmässig an der Großen Ausstellung der DDR teil.

Bis 1944 hat Walther dort 29 Gemälde ausgestellt, von denen 13 an Adolf Hitler veräußert wurden, darunter sieben an ihn. 2] Trotz der Beteiligung an dieser als wichtigstes Kulturereignis im NS-Deutschland verbreiteten Schau können Walthers Arbeiten formell und inhaltsmäßig nicht der NS-künstlerischen Arbeit zugeschrieben werden, da sie sich nicht an ihrem politisch-ideologischen Kunstbegriff orientierten[3].

In Walthers Werken aus dieser Zeit herrschte oft eine Traurigkeit, die die Realität seiner Gegenstände impressionistisch, aber ohne jede Politisierung widerspiegelte. 4 ] Walther war auch ein großer Verehrer von Lovis Corinth und daher von seinen Werken beeinflußt, die im Dritten Weltreich als verkommene Werke verleumdet wurden.

Im Jahre 1940 siedelte Walther von Leipzig nach München über und 1943 nach Seeshaupt am Starnbergersee, sein Studio in Berlin musste Walther wegen Bombenanschlägen 1942 ausliefern. Karl Walther war Ende Mai 1946 und 1947 wieder in Würzburg. Aus diesem Anlass entstanden weitere Gemälde, die das vernichtete Würzburg dokumentierten. Im Jahr 1950 nahm Walther wieder an der International Carnegie Exhibition in Pittsburgh teil.

Aufgrund der Erweiterung der Liegenschaft in Seeshaupt beschränkte sich Walther zunächst nahezu ausschliesslich auf Auftragsarbeit. Während dieser Zeit porträtierte er amerikanische Soldaten und Diplomatinnen, darunter den Generalkonsul in München, Sam E. Woods. Walther malt 1960 für zwei Wochen am Gardasee und in Südtirol. 1962 fährt er zur Gedächtnisausstellung zum dreihundertsten Jahrestag von Frans Hals nach Holland.

Sein in Leipzig ansässiger Familienvater Karl Friedrich Walther verstarb im Jahr 1964, seine Frau Bertha Walther, geb. S. 1968. Seit 1968 malt Walther in Südtirol, dort u.a. in Meran und unter anderem in Salurn und auf der Seseralm. Im Jahr 1974 reist Walther mit seinen Freunden wieder nach Venedig, wo eine Serie bunter, farbenfroher Stadtbilder entsteht, und 1976 nach Spandau.

Er war langjährig Gründungsmitglied und Vize-Präsident der Münchener Künstlervereinigung und nahm an deren Jahrgängen teil. Von 1974 bis 1976 reiste Walther in seine Geburtsstadt Leipzig und schuf dort vor allem Blicke auf den Leipziger BrÃ?hl. Seine letzte Malerei entstand 1976 in Berlin. Walther hatte im Frühling 1978 einen Hirnschlag. Walther hat sich wie seine Rollenvorbilder auch mit seiner eigenen Physiognomik beschäftigt.

In seinen Portraits hat sich Walther immer wieder mit präparativen Bleistift-Zeichnungen den Eigenschaften seines Pendants genähert. Unter den von Walther portraitierten Personen sind die Opern-Sängerin Fanny Cleve[8] und der Alpinist Luis Trenker. Walther konzentriert sich in seinen Stilleben auf die scharfsinnige Betrachtung, das schnelle Begreifen einer alltäglichen Situation, die oft nur auf den ersten Blick banale Ausmaße annimmt.

Aus diesen Sachen kann Walther einen bildnerischen Charme gewinnen, er kann das Weltliche durch seine Schilderung zum Gesamtkunstwerk erheben, ohne es auf eine symbolische Stufe zu heben. Wie Vincent van Gogh malte auch Karl Walther die alten Eisen, aber solche Fotos sind kein gesellschaftlicher Vorwurf. Die Stillleben von Édouard Manet, die Walther in Berlin sah, fesseln durch das Unechte.

Walther war wie der Walther ganz bewußt nicht sehr fordernd bei der Wahl seiner Motive: Die Blüten des Frühjahrs, Sommers und Herbsts wurden vom Hof geliefert, ebenso wie das Grün von Früchten und Grün. Der Farbaufbau ist die Essenz von Walther, er beherrscht die Materialität der Motive. Architektonische und städtische Gemälde machen den grössten Teil von Walthers Gemälden aus.

Walther konnte mit wenigen Pinselstrichen die städtebauliche Lage erfassen, die Beziehungen zwischen den einzelnen Architekten abschätzen und die verschiedenen Maße festlegen. Im Gegensatz zu vielen seiner Vorfahren hat Walther seine Stadt nicht in einer idealen Gestalt, in einem zeitlos schönen Staat dargestellt: Nicht die topografische Präzision steht im Vordergrund, sondern der impressionistische Eindruck seiner Stadtlandschaften.

Der Enthusiasmus von Walther für die große Weite der Landschaft veranlasst den Maler, das Lichtspiel und die Farben zu jeder Zeit des Jahres festzuhalten und seine wechselnden Stimmungsbilder in seinen Gemälden zu reflektieren. Bei Walther kommen kaum reinste, völlig unverfälschte Naturlandschaften vor; beinahe immer begegnet man Menschenspuren, manchmal auch dem Menschen selbst. Lindgrün, beinahe gelb-grüne Farbtöne von frischem Laub und Knospen bricht im Frühling den Weg, der Frühling leuchtet in einer satten, oft blonden Färbung.

Walther hat sich mit besonderem Engagement einer besonderen Disziplin der Landschaft gewidmet, der Abbildung von Waldinnenräumen. Am Anfang waren es die Auenwälder in der näheren und weiteren Leipziger Gegend (vor allem der Leutzsche Auenwald), die ihn zum Bemalen inspirierten, dann die Berliner Spareewälder; nach dem Einzug an den Starnbergersee hatte er die fast unerschöpflichen Gelegenheiten, in der näheren und weiteren Umgebung und im nahen Bernriedler Schlosspark nach Motiven zu suchen.

Im Jahre 1932 wurde Karl Walther mit dem Albrecht-Dürer-Preis und 1942 mit dem Veit-Stoß-Preis der Landeshauptstadt Nürnberg ausgezeichnet. Karl Walther, Arbeit und Impressionismus. Josef Kern: Karl Walther, Wohnen und Arbeiten.

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