Jagdhornmusik

Waldhornmusik

HERZLICHE HERZLICHE BEGRÜßUNG ZU TRADITIONELLER UND NEUER HORNMUSIK FÜR DAS KLEINE UND GROßE HORN E. Joachim Kolberg, Redakteur dieser Sammlung von Noten, ist ein Experte für Jagdhornmusik mit umfassenden Erfahrungen in der Weiterentwicklung der Jagd -Musik und der Jagd-Hörner in den vergangenen Jahren. Auf dieser Seite stellt er allen Hornisten neue und ältere Jagdhornmusik für kleine und große Hörner zur Verfügun. Die hier gezeigten Musikbücher wurden beim German Music Archive der Deutsche Nationalbibliothek für Leipzig und Frankfurt angefragt und sind dort als Nachschlagewerk erhältlich.

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Jagdhorn-Musik in Überau

EBERAU - Jagdhornfreunde sind herzlich willkommen zu den "Ueberauer Jagdhornbläsern", Jagdhornbläsern und natürlich auch zu den Südtiroler Musiktagen am Sonntagabend, d. h. am Samstag, den 14. September 2009. Um 11 Uhr startet das Sommertreffen auf dem Areal des Verbandes Deutscher Hirtenhunde in Reinheim-Ueberau. Die Aufführung der "Ueberauer Jagdhornbläser" zusammen mit sieben weiteren Ensembles ist bereits für die Vernissage um zwölf Uhr mittags vorgesehen.

Natürlich gibt es gegen den Appetit auch Wild-Spezialitäten aus dem Odenwald und hausgemachte Torten, kündigt der Ausrichter an.

Jagdhorngeschichte

Der Anfang: Zunächst möchte ich auf den Link http://vsl.co.at/de/70/3139/3141/3142/5411. verweisen und auf die Arbeit von Josef Pöschel über das Thema Kontinuität und Weiterentwicklung in der Europageschichte (gebundene Auflage - 1997). Im Zuge der Weiterentwicklung der metallurgischen Künste (Griechenland und Rom) wurden kegelförmige Rohre hergestellt, die sich biegen und wickeln ließen. Die Hupe als Jagdhilfe: Bei der simplen Bejagung gibt es seit jeher eine Kommunikation zwischen Jägern mit exakt festgelegten Jagdrufen, zum Beispiel "Tajo" - der Junggeselle ist in Sicht oder " Halali " - er ist in der Falle oder "Horrido" als Gruß zwischen Jägern.

In seiner Vorrede zu Schantls "Österreichischer Jagdmusik" berichtet Carl Zellner über die Entstehung der Jagdmusik: (Einführung von Carl Zellner s: Anhang als Wortformat): In der Ältesten Zeit wurde die Suche mit Hörnern durchgeführt, mit denen intervallähnliche Zeichen ertönte. Das Entstehen von Fantasten und die daraus resultierende Jägermusik erfolgte erst im XVI Jh. mit der Fähigkeit, unterschiedliche Klangfarben zu durchblasen.

In Aachen ist ein Elfenbein-Jagdhorn von Karl dem Großen zu bewundern. Bei ihm soll Roland Karl in Ronceveaux um Unterstützung gebeten haben. Die Wandteppiche des Jägers zeigen Jagdszenen aus der Zeit Franz I. (1494-1547). Damals wurden bereits fünf- und sechskantige Hörner in diesen Bildern wiedergegeben.

Auf den Abbildungen von Karl IV. (1550 bis 1574), selbst ein fähiger Hornist, nehmen die Horne eine abgerundete und kegelförmige Ausprägung an. Diese sind so groß, dass sie von der Schultern bis zu den Hüften reicht und werden "Cor du Chasse" getauft. Bei Ludwig XIII. (1601-1643) hat sich das Horn nicht weiter verbessert, aber die Signalisierung wurde weiter entwickelt.

16 fanfares wurden aus seiner Feder weitergegeben. von Stanislaus Getz "Ich blase Tompe de Chasse". Unter Louis VX (1710-1774) genoss die Jagd noch immer die größte Sorgfalt. Damals wurde das bereits kleinere Horn, das 2 1/2 Trompeten Dauphine und später ab 1818 das 3 1/2 gewundene Horn, das halbe Dampierrehorn, verwendet, das auch heute noch in der franz.

Durch die Französische Republik und die Zurückweisung der Bourgeoisie gegen die frühere Herrschaft wurde das Perforcehorn zunächst stumm, obwohl sich niemand, vor allem in Frankreich, langfristig von der Anziehungskraft seiner Werke abschotten konnte. Jahrhundert war in Deutschland nur die "errichtete" Lumpenjagd bekannt, aber die stilvolle "Hirschjagd Parforce" fand viele Anhängerschaften.

Interessanterweise gibt er hier eine Anleitung, wie die Töne zu spielen sind, und zwar wie folgt: Das zeigt, dass die Kunstrichtung von Röle und möglicherweise Tayaut schon damals verwendet wurde. von F. Deisenroth "Jagdmusik" Dank eines Mannes verbreitete sich die französische Überlieferung auch im deutschsprachigen Bereich, und zwar Graf Anton Franz von Spork (1662-1738).

Aufgrund seiner Leistungen im Dreissigjährigen Kriege war er vom Imperator zum Adel erhaben und hatte die Pracht der Jägermusik am Hof des Königs der Sonne in Versailles erlebt. Sport gründet den Hubertus-Orden, dem sich 1723 bei der Kaiserlichen Jagd in Lyssa einig wird. Um auf die Jagd gehen zu können, muss man sich auf der Hut sein, um den Hirsch zu fangen, muss man kräftig sein.

"Sporck hat seine beiden Jägerjungen Peter Röllig und Svejda beauftragt, die Hornblaskunst in Frankreich zu lernen und an seinen Hofe in Böhmen zu bringen. Ihre Reputation verbreitete sich weit über die Grenzen der böhmischen Heimatregion im Sachsen, Bayern und Österreich hinaus und gründete die Rennaissance der Jägermusik bis in das 20.

Wir wissen also von Fürst Augusts, dem späten Augusts dem Starke, dass er bei Sport die Jagt und das Waldhorn gelernt hat. Sein ganzes Leben lang war Sport der stolze Mann, den Karl VI. als Erzbischof mit der Schulung von zwei seiner Jagdgäste betraute. Erst mit dem französischen Hornisten Prof. Alfred Normand und dem französischen Hornisten Prof. Josef Schantl begann die jagdliche Musikentwicklung in der "Neuzeit" (Carl Zellner erschienen 1886).

Im 17. Jh. wurden wie in Frankreich auf dem Horn fanfares ertönt. Die Fanfare-Musik wurde von Karl VI. (1685-1740) als (frühe) Jagd-Musik von K. I. weiter kultiviert und ging dann unter. Erst 1819, unter Franz I. (1768-1835), wurde sie von dem damals tätigen Meisterjäger Carl Fürst von Auersperg wiedergeboren und auf der Jagd im Kaiserzoo von Lausanne und Plater betrieben, aber immer noch auf sehr einfache Art und Weisen.

Der erste Waldhornspieler unter Johann Strauss' Familienvater, der so genannte "Waldstücke" komponiert hat, die jedoch keine echte Jägermusik waren, weil sie mit halben Tönen gefüllt waren und die Ohren der Hörer in der Wildnis nicht wirklich erreichten. 1879, zur Silberhochzeit von Franz Joseph und Elisabeth von Bayern (ja, der Sissi), wird Hans Makart, Ordinarius der Sonderschule für Geschichtsmalerei, mit einer Prozession durch die Altstadt Wiens beauftrag.

Unter anderem errichtet er einen "Triumphwagen für die Jagd", auf dem ein Jagdhornviertel kleine Ehrenstücke für die ganzen fürstlichen Häuser Europas aufführte. Das Ensemble bestand aus den Mitgliedern der Königlichen Hofoper, dem Dirigenten Josef Schantl, Anton Wunderer, Emil Wipperich und Franz Pichler. Auf die Entstehungsgeschichte der Österreichischen Jägermusik möchte ich auf die Seiten von Bernhard Paul anspielen.

Im Jahre 1898 wird im Schloß Schönbrunn eine Hommage an den 50. Jahrestag des Kaisers Franz I. unter Beteiligung von 50 Jagdhornbläsern gefeiert. Inspiriert von der Makart-Prozession und dem großen Publikumserfolg des Quartettes kam Josef Schantl 1883 auf die Idee, den " Ersten Hornisten-Club Wiens ", einen Wegbereiter des Waldhornvereins, zu errichten. Dies war auch der Beginn der großen Zeit der Eigenkompositionen für Horn-Quartett und Horn-Ensemble, in der sich Josef Schantl, vor allem aber Anton Wunderer, einen großen Ruf erworben hat.

1902 starb Schantl. Sein Sohn Karl Stengler. Im Jahre 1910 trat er erstmals auf der ersten Wiener Jagdmesse auf. 1911 verfasst Karl Striegler eine "Eustachiusmesse", die in der Nikolauskirche im Reichstiergarten zur Uraufführung kommt. Der Verfasser einer Reihe von Werken der Romantik für Jagdhorn.

Zum Abschluss seiner Arbeit gibt es mehrere Konzertstücke für die Instrumentierung mit 9 Hörnern. Zusätzlich zu dieser Rubrik hat sich die "Neue Österreichische Jagdmusik" unter den heutigen Österreichern etabliert. Lange Zeit nach der Wende war Frankreich sehr still über das große Jagen. Erneut nahm sie an der par force jagd teil, die in Frankreich "Chasse à courre" heißt.

In der Hornbaukunst hatte sich ein neuartiges Gerät herausgebildet, die "Trompe de Chasse" in D. Die Grande und die 3 1/2 gewundene "Demi Trompe", das heute noch in Frankreich übliche Vorbild. Das 1 1/2-windige Dampierre wurde schließlich wegen seiner Unbeholfenheit abgelegt.

Rapoulx 1841; Marke 1843; Aufgelockert 1853; Bretonniere1862; Erzähler 1864; Willemann 1879; Normen 1883; Bos/Sombrun 1894 Peter Damm berichtet über Tyndare Gruyer im Vorfeld seines Musikbuches "Musik für Jagdhörner" 2010: "Es war sehr zeitaufwändig, biographische Angaben über den Kompositionskomponisten Tyndare Gruyer zu haben. Lediglich sein Buch für das Waldhorn in D "Trompe de Chasse, Theorie et Pratique" war bekannt.

In Frankreich ist Tyndare Gruyer als "Apostel der Chasse" bekannt. Bereits zu dieser Zeit war das Blasen des Jagdhorns kein Vorrecht mehr an fürstlichen Höfen, wo sie bei großen Parforce-Jagden ihre Instrumente spielten. In der Provence hat Tyndare Gruyer Ende des neunzehnten Jahrhunderts das Jagdhornspielen gefördert. Vielfach hat er für das Ensemble Tompe de Chasse mehrere Kompositionen komponiert.

Im Jahre 1883 wurde in der Notre-Dame des Neiges de Bonneville, Marseille, Tyndares erste heilige Huberta, der Schutzheilige der Jäger, von 12 Blasinstrumenten von Chasse gespielt. 1932 während der Vorbereitungen für ein Konzert fiel er schwer krank. Abgesehen von ihrem Einsatz bei der eigentlichen Jagt hat sich die Volksmusik bis heute in einer Reihe von Musikstücken, so genannten Jagdphantasien, immer wieder erholt.

In der jagdlichen Nutzung war es dem kleinen Ple?shorn abgetreten, das für die deutsche Jägerjagd viel besser zu gebrauchen war. Ein exzellentes Werk von Prof. Uwe Bartels schildert die Entstehung des Plesshorns. Heute steht ein Begriff für Jägermusik, die unter der Regie des DJV sehr stark kultiviert wird.

In 9 Jahrgängen ist er Redakteur des "Handbuches deutsche Jagdmusik". Der DJV veranstaltet jedes Jahr Windwettbewerbe und das Jagdhornblasen ist bei Jägern sehr weitverbreitet und ein wesentlicher Bestandteil der Aufklärung. Aber auch im deutschsprachigen Raum ist die Jagd sehr populär und die internationalen Wettbewerbe werden immer mehr.

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