Jagd Jäger

Jagd-Jäger

Website "Jagd in der Schweiz" der Schweizerischen Konferenz der Jagd- und Fischereiverwalter. Die Jagd ist für viele Menschen ein Hobby. Informationen zu Jagd, Wild und Naturschutz in Hessen. "Die Hessenjägerin" des Hessischen Landesjagdverbandes mit den Meldungen der hessischen Jagdbehörden. Jagd + Jäger in Rheinland-Pfalz ist ein Newsletter des Jagdverbandes Rheinland-Pfalz.

Wahl zum Bundestag 2017

Auch wir Jäger sind am Samstag, den 24. September, zu den Bundestagswahlen 2017 einberufen. Aber wie können die verschiedenen Gruppen tatsächlich jagen? CDU/CSU und SPD kämpfen um den neuen Kanzler, der dritte Rang ist offener denn je: FDP, Linkspartei, Buendnis 90 /Die Gruenen und AfD werden mit acht Prozentpunkten erwartet (Stand: 21. Juni 2017).

Eine Streichung von Tieren aus dem Verzeichnis der jagdbaren Spezies ist nicht erwünscht. Nach Ansicht der Vertragsparteien wird der positive Erhaltungsstatus bald erzielt und eine Umstellung auf Annex V der FFH-Richtlinie ist zielführend. Für die Gewerkschaft ist eine landesweite Standardisierung der Jagdprüfungen und die Etablierung eines allgemeinen Übungsschießzertifikats - für Schuss und Gewehrkugel - eine Selbstverständlichkeit.

Die Jagd und der Schutz der Natur müssen auch in Zukunft als für die EU äquivalent angesehen werden, und es sollten keine Naturschutzvorschriften in das Jagdrecht aufgenommen werden. Das Jagen in Naturreservaten sollte beibehalten werden. Das Territorialsystem hat sich auch in den Köpfen der EU durchgesetzt. Klimapolitik mit der Rechten sollte nicht mehr von den Gegensätzen "Wald vor Wild" oder "Spiel vor Wald" bestimmt werden, sondern von einem so genannten "Ökosystemansatz", der Holz und Wildbret in harmonischer Weise berücksichtigt.

Das Jagen sollte die Aufgabe eines Regulierers erfüllen, z.B. als Korrektur für das Fehlen großer Raubtiere. Die Linke glaubt, dass Jagd und Umweltschutz enger zusammenhängen. Hierzu gehören die Forderungen nach einem Sammelklagerecht für die anerkannten Tierschutzverbände auf föderaler Ebene und die Möglichkeiten, die Jagd in Gesamtreservaten und in Gebieten mit einem gewissen naturwissenschaftlichen Wert vollständig aufzuschieben.

Die Jagd sollte, den grundlegenden Prinzipien des Sozialismus folgend, allen Menschen ohne gesellschaftliche Hindernisse offen sein und nicht zu einem Vorrecht werden. Daher sollte die Bedeutung der Jagd klarer umrissen werden. Die Linke wünscht sich im Jagdgesetz nicht nur einen Hinweis auf die Prinzipien der Jagdgerechtigkeit, sondern auch das sozialpolitische Anliegen der Jagd als Beiträge zu einer naturverbundenen Wald- und Ackerwirtschaft.

Weitere Verbote oder Veränderungen der Jagd- und Sperrzeiten sind jedoch nicht vorgesehen. Allerdings soll der Bestand an jagdbaren Tieren durchgesehen werden. Nicht gejagte Arten werden in der Folge von der Linkspartei aus dem Verzeichnis entfernt. Jagd wird im Programm nur in einem einzigen Wort genannt; sie soll "zeitgemäß und naturverbunden" sein.

Begleitet wird dies von einer Änderung des Jagdgesetzes: Die Streichung der bleihaltigen Gewehrmunition und ein strengerer Schießversuch sollen nach Angaben der SPD erfolgen. Die SPD will zudem Wild, das nicht "nachhaltig genutzt" wird, aus dem Verzeichnis der jagdbaren Tiere, zum Beispiel Raubvögel, streichen. Für die Freidemokraten ist der derzeitige rechtliche Rahmen für die Jagd hinreichend, die Trennung von Jagd und Naturrechten hat sich in den Augen der FDP durchgesetzt.

Die FDP ist der Meinung, dass ein Flickwerk aus jagdbaren und nicht jagdbaren Gebieten vermieden werden muss, was dazu führt, dass die Jagd in Naturreservaten von der FDP nicht ersetzt oder verboten werden kann. Das Zusammenwirken von Staatswald und Privatjägern soll dadurch gefördert werden, dass der Staatswald mehr private Jäger aufnehmen kann. Ein landesweites Bleimunitionsverbot, Materialverbote oder Änderungen der Jagd- und Sperrzeiten sind nicht geplant.

In der Liste der jagbaren Tiere sieht die Liberale nach oben: Wolf und Leinen sollen zunächst mit einer Ganzjahresfrist in den Bestand aufgenommen werden. Der Problemkind oder auch rotes Leinen ist für viele Jäger sicher das Parteibündnis 90/Die Gruenen. Die Gruenen wollen nach dem starken Wahlergebnis in Schleswig-Holstein die drittstaerkste Truppe im neuen Bundestag werden.

Die Jagd auf die Grünen ist ähnlich wie die SPD nicht zeitgemäß genug, nicht ausreichend für die Erfordernisse des heutigen Tier- und Pflanzenschutzes. Zur Verbesserung der gesellschaftlichen Anerkennung der Jagd sieht die Gruppe eine Reihe von Veränderungen als notwendig an. Im Naturschutzgebiet sollten die Naturschutzziele vor allen anderen Erfordernissen stehen.

Auch große Wildnisflächen sollten nach Ansicht der Gruenen vollstaendig der Bewirtschaftung entzogen werden - dazu gehoert auch die Jagd. Die Gruenen wollen das Territorialsystem beibehalten. Jagdgesetz und Umweltschutz sollten getrennt voneinander sein, aber auch die Gruenen wollen aus Tierschutz-Gruenden Kuerzungen im Jagdgesetz vornehmen. Die Gruenen wollen Totschlagsfallen, Baujagden und Hundetraining in Schlafstellen sowie Bleimunitionsverbot.

Viele Fragen und Vorschläge der Fraktion der Grünen zum Rüstungsrecht haben bereits in den vergangenen Wahlperioden eine einschränkende Haltung gegenüber unseren Instrumenten des Handels gezeigt. Die aktuellen Anforderungen an die bevorstehenden Bundestagswahlen sind im Verhältnis zu den anderen Beteiligten mit Abstand am höchsten, betreffen aber vor allem das Schießwesen in Deutschland: Private Waffen und Munition werden bei den Gruenen strenger kontrolliert, und auf großkalibrige Waffen und Munition muessen die Sportschuetzer ganz verzichtet werden.

Eine Änderung der Sperrzeiten oder des Katalogs der jagdbaren Arten wird ebenfalls abgelehnt. Lediglich wenn in der Herde gefährdete Exemplare vorhanden sind, sollten sie in den Bestandskatalog eingetragen werden, um von der Sorgfaltspflicht der Jäger zu geniessen. Die Jagd und der Schutz der Natur stehen auf gleicher Stufe mit dem Rotpfeil für den Blues, insbesondere die Jagdvereine sollen den großen Naturschutzvereinen auf gleicher Höhe gegenüberstehen.

Eine Einmischung in die rechtlichen Rahmenbedingungen von Jägern durch den Schutz der Natur steht der Seite nicht zu. Die Jagd in Naturreservaten ist also auch für die AfD erhaltenswert. Sie will sie nicht verschärfen, ja lockern: Der Zugriff auf den Waffenführerschein soll für den Staatsbürger erträglicher werden.

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