Gibt es Laserwaffen

Sind da Laserwaffen?

Es gibt aber deutlich mehr Nachteile. Erweitert, die auch mit Laserwaffen bekämpft werden können, beschreibt Laarmann. Leise und aus mehreren Kilometern Entfernung kann der Laser sehr präzise Ziele abschalten, weshalb es auch noch keine waffenfähigen Lasergewehre gibt. In manchen Szenarien ist dies ein entscheidender Vorteil.

Videofreigabe: USA testet Laserwaffen mit Kampfhelikoptern

Nun sollen zum ersten Mal Laser-Schüsse aus einem amerikanischen Kampfhubschrauber abgegeben worden sein. Sie werden in nahezu jedem Kampf in Science-Fiction-Filmen eingesetzt: Laserwaffen. US-Präsident a.D. Ronald Reagan wollte vor gut 30 Jahren in seinem SDI-Programm mit Laserwaffen einen Schutzschild gegen sowjetische Intercontinentalraketen errichten. Dies beinhaltete auch ein Vorhaben, bei dem ein Boeing Jumbo-Jet Flugkörper mit einem Laserstrahl zerschießt.

Aber der Luftlaser wurde 2012 angehalten und einmottet. Zuviel Geld, zu viel Komplexität, zu viel Energie- und Raumbedarf oder noch nicht ausgereifte Technik, so das Fazit zahlreicher Laserprojekte in der Vergangenheit. Mittlerweile gibt es jedoch vermehrt Meldungen über Erprobungen und praktische Tests des Einsatzes von Strahlungswaffen. Dieses Mal nicht in äußerst schwierigen Anwendungen über riesige Entfernungen, sondern im Sichtbereich.

Die US-Rüstungsgruppe Raytheon beispielsweise gibt nun vor, zum ersten Mal mit Hochenergielasern aus einem US-Apachen-Kampfhubschrauber einer Sondereinheit geschossen zu haben. Zur Demonstration des Erfolges hat Raytheon ein kleines Videos mit der Laser-Waffe auf der Hubschrauberseite veröffentlicht. Detailliertere Informationen über die Leistungsfähigkeit des Laserstrahls fehlt jedoch sowohl im Firmenrelease als auch im Film.

Wie viel wurde auf welches Target und aus welchem Stoff über welche Distanz geschossen? Sie können im Film nur vermuten, dass es sich dabei um Kampfpanzer oder militärische Fahrzeuge handelt. Anhand dieser Informationen können Fachleute die aktuelle Leistung ermitteln. Die Laserwaffen konnten die bisher zu den Kerngeschäften von Raytheon gehörenden Führungswaffen partiell abwechseln.

Kein Wunder also, dass Lockheed bereits jubelnde Berichte über den Einsatz von Lasern veröffentlicht hat. Ungefähr im MÃ??rz 2015, als das Athenaprojekt den Motorenblock eines Fahrzeuges mit einem 30 Kilowatt Laser Ã?ber eine Distanz von 1,6 Kilometern zerstörte. Die US Navy hat vor vier Jahren angekündigt, auf dem Kampfschiff USS Pony eine Laser-Kanone zur Unterstützung von Kampfdrohnen und Patrouillenschiffen zu installieren.

Die große Kunst der Lieferanten besteht darin, mehrere Laserstrahlquellen zu banderolieren. Bei den Ingenieuren geht es um "diodengepumpte Festkörperlaser", die jetzt weniger Raum und weniger Strom einnehmen. Eine große Aufgabe besteht darin, den Strahl so lange wie möglich an einem Ort auf bewegten Objekten oder bewegten ruhelosen Bühnen, auf denen die Waffe angebracht ist, wie z.B. einem Raumschiff, einer Maschine oder einem Helikopter, zu haben.

Einer der Hauptvorteile gegenüber gelenkten Waffen oder Handgranaten für Laserwaffen sind die niedrigeren Schusskosten mit der Hightech-Waffe. Laserwaffen können auch zur Bekämpfung von Drohnenschwärmen eingesetzt werden. Namhafte Rüstungsunternehmen in Deutschland beschäftigen sich seit längerem auch mit der Laserwaffentechnologie. Dazu zählen Rheinmetall, heute Raytheons Kooperations-Partner, und der Lenkflugkörperhersteller MBDA, an dem auch Airbus wesentlich beteiligt ist.

So können sich MBDA und Rheinmetall Laserwaffen zum Beispiel als Luftverteidigungssysteme ausdenken. Die beiden Unternehmen haben bereits Praxistests mit Laserwaffen durchlaufen. Auf einem Kriegsschiff hat Rheinmetall eine Pistole montiert. Bereits 2013, so der Technologie-Konzern aus Düsseldorf, könnten Zielvorgaben in einer Distanz von 3000 Metern erkämpft werden. Bei der Minenräumung testete Rheinmetall auch den Laserstrahl.

Angebaut auf einem fahrbaren Panzer sind sie nun so genau, dass sie ein MG auf der Verladefläche eines sich bewegenden Pick-up-Wagens vernichten können - ohne den Sportschützen zu verletzen. Die Laserwaffen können als Einstiche in der feindlichen Technologie eingesetzt werden. "Optik, wie Waffenzielgeräte oder fernsteuerbare Fotoapparate, wurden in Sekunden aus 2000 Metern Distanz zerstört", so Rheinmetall für seine Konstruktion.

"Der Laserstrahl ist mit bloßem Auge bei Tages- und Abendlicht nicht zu sehen - und Klänge auch nicht."

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