Geweih Auskochen

Kochendes Geweih

Weil ich morgen meinen Hirschkopf kochen werde, wollte ich hier ein paar Tipps von Ihnen bekommen. Das Geweih wird einmal im Jahr abgeworfen. Das Geweih kann auf Wunsch des Jagdgastes auch verwendet werden. Kochen ist immer sehr gut, da das Knochenmark dann von den Knochen gelöst wird. Er lebte nie dort, nur gekochte Geweihe.

Kochen im Freiland / Bauer Handels GmbH

Hallo, Grundsätzlich sollte nicht zwangsläufig untersagt sein, wenn es sich um sauberes Wasser OHNE jegliche Zusätze handeln sollte. Vielmehr wäre eine Einführung in einen Channel, wenn man schon kochen möchte. Meine Spezialität ist das professionelle Präparation (ganz ohne Kochen) von Gräten, Schädeln und Skeletten. â??Was dort steht für vorgekocht (Import) Schädel, trifft im Prinzip auch auf für heimisches Wildbret mit Tierkot.

Geweih und Knochenmaterialien | Fachwissen

Schon seit der Jungsteinzeit haben unsere Stammväter aus Geweih und Tierknochen Werkzeug, Waffe und Ausrüstung gefertigt. Die sehr harten, aber immer noch mit Feuerstein bearbeitbaren Materialien wurden für Blätter, Verbundbögen, Hämmer, Heftnadeln, Lanzenspitzen, Fischhaken, Bögen oder Beschläge sowie für Juwelen, Inlays, Etuis oder Bläser verwendet. Aufgrund des Mangels an Hölzern ist Geweih und Beinmaterial seit Jahrtausenden das bedeutendste im Bereich der Polarkultur, um das Leben unter den Bedingungen der Arktis zu gewährleisten.

Wegen der Strukturähnlichkeit ist der Knochen ein beliebtes Substitut für (artengeschütztes) Elfenbein und wird bei Restaurierungsarbeiten, Inlays und Komponenten für Instrumente, z.B. Keyboards, verwendet. Geweih besteht im Unterschied zu Hörnern aus Knochenmasse. Calciumphosphat verhärtet das Geweih, das Collagen gibt dem Geweih die nötige Dehnbarkeit.

Geweih wird aus Hirschen, Rehböcken, Elchen oder Rentiere (zoologische Cerviden) hergestellt, die entweder als fallende Stäbchen (Geweih wächst jedes Jahr nach und wird im späten Herbst abgeworfen) oder als Nebenerzeugnis von gejagten Säugetieren. Lediglich bei den Rentiere formen die weiblichen Tiere auch Geweih, das jedoch aufgrund der geringeren Größe und der geringeren Festigkeit kaum Verwendung findet.

Mit zunehmendem Wachstum steigt die Festigkeit, das optimale Ausgangsmaterial sind ausgereifte Herbstgeweihe oder Fallstangen. Verursacht wird die braune Färbung durch das Bluten der schälenden Bastleder am Ende der Geweihformation und durch Pflanzensäfte, die beim Schlagen des Geweihes in Sträuchern und Bäumen in die Knochenmasse vordringen. Aufgrund längerer Standzeiten im Untergrund können Geweih und Gräten Farbveränderungen, Brauntöne und Marmorierung auftauchen.

Freilebende und nicht gefütterte Jungtiere, die unter ziemlich rauhen Verhältnissen aufgewachsen sind, bilden ein festeres und feiner strukturiertes Geweih. Das ist besonders wichtig, wenn das verwendete Gewebe für Gravuren, Schnitzarbeiten, Messergriffe etc. eingesetzt wird. Die Knochen werden hauptsächlich aus den Oberschenkeln von Rindern, Pferden, Büffeln, Kamelen oder Giraffen hergestellt.

Dabei wird das Rückenmark entnommen und der Kieferknochen durch kurzes Sieden entkeimt. Zum Entfetten können Sie beim Garen etwas Waschmittel (1/2 Tasse / 5 l) beigeben. Bei zu langem Garen werden das Knochenmaterial und das Geweih spröde, da das Collagen sich auflöst. Aber auch hier ist darauf zu achten, denn Säure löst das Calciumphosphat nach längerem Kontakt auf und macht das Produkt weicher.

Geweih und Knochen sind zwar fest und brüchig und daher nicht leicht zu schneiden, aber leicht zu mahlen und zu glätten. Frische Geweih- und Knochenmaterialien können mit einer robusten japanischen Säge (z.B. Nr. 712610) geschnitten werden. Bei feineren Schnitten auf harten, abgeschiedenen Materialien wird der Einsatz von Metallsägemaschinen (z.B. Nr. 712715) empfohlen.

Mit geringer Geschwindigkeit absägen und mit lauwarmem Salzwasser abkühlen. Dickere Platinen sollten bei kühler Temperatur und langsamer Trocknung getrocknet werden, um Rissbildung zu verhindern. Zum Umformen werden feinste Metall- oder Diamant-Feilen und Schleifkörper eingesetzt. Zur Oberflächenveredelung werden Schleifgewebe und danach Polierpads (Nr. 705420) unter Zusatz von Feuchtigkeit bis hin zum Hochglanzpolieren aufgesetzt.

Als Alternative können herkömmliche Schleifmittel wie Bimssteinpulver (Nr. 810050) und Triple, wassergebunden, auf einem Baumwollstoff oder mit einer Polierscheibe eingesetzt werden. Als Schmiermittel oder Politur sollte man nur nach vorhergehender Überprüfung verwenden, da dies zu einer Gelbfärbung des Werkstoffes führen kann. Bei der Scrims- und Gravurtechnik werden die gängigen Tools eingesetzt, die auch in der Metallverarbeitung zum Einsatz kommen, z.B. Ätznadeln.

Knochen und Horn können durch langes Tränken oder Garen in hochverdünnter Salz- oder Essigsäure flexibel gemacht werden. Man kann ein Lösemittel wie Aceton benutzen, aber es ist besser, die Fläche mit einem Waschmittel und etwas zu waschen. Traditioneller Klebstoff für diese natürlichen Substanzen ist Glutinkleber, der aus Haut- oder Knochenmaterialien hergestellt wird.

Es ist durchsichtig aushärtend, hat eine gute Beständigkeit bei allen organisch gebundenen Klebstoffpaarungen (Horn, Bein, Wald, Sehnen etc.), ist aber nicht wasserdicht. Cyanoacrylatkleber (Sekundenkleber) kann zum Verkleben kleinerer Knochenteile eingesetzt werden; er ist auch zur Behebung kleinerer Oberflächenfehler geeignet. Die getrockneten Gräten werden mit Wasserstoffperoxyd bearbeitet (gebürstet oder mit Watte geträufelt).

Dabei ist darauf zu achten, dass kein Wasserdampf auf das Geweih oder die Hörner gelangt. Danach das Teil in lauwarmen Salzwasser abspülen und allmählich abtrocknen. Knochenmaterialien können durch langes Einweichen in alkohollöslichen Flecken angefärbt werden, auch natürliche Farbstoffe wie Alkanna-Wurzel oder schwarzer Tee sind gut verträglich.

Damit poliertes und verblindetes Knochenkörpermaterial nicht austrocknet, können Sie entweder regelmässig mit einem harzfreien öl (z.B. Kamelienöl) oder Wachs aufpolieren oder eine dünnflüssige Versiegelung (DVD Nr. 713736) auftragen. Dadurch wird der Glanzgrad erhalten oder intensiviert, das Gewebe ist gegenüber dem Schwitzen der Hände nicht empfindlich und versprödet nicht.

Knochen und Geweihstoffe, die seit vielen Jahren der Abnutzung unterliegen, entwickeln oft eine schöne patinierte oder auffallend gegliederte Fläche, die von Messern nachgefragt wird. Unglücklicherweise ist dieses Fossilienmaterial in der Regel auch versprödet und zerbrechlich. Es wird entweder dünnes Acryl- oder Epoxidharz eingesetzt, das auf anaerobe Weise aushärten kann. Gerade letzteres führt zu einem sehr standfesten und abriebfesten Verbundwerkstoff, der vollständig wasser- und weitestgehend säurefest ist.

Vakuum ist notwendig, um das gesamte zu durchdringen. Anmerkung: Das für Hölzer übliche PEG-Verfahren (Polyethylenglykol) ist nicht auf fossiles, vollständig getrocknetes Knochenkörpermaterial übertragbar, da es auf dem Austausch von gespeichertem Trinkwasser durch PEG basiert. Die Materialien für Geweih und Bein sind nicht nur haltbar, sondern erhalten durch wenige Pflegeanweisungen auch Patina:

Niemals in die Geschirrspülmaschine stellen, nicht zu lange in kochendes Essen oder ins Nass. Einfach mit warmem und leichtem Seifenwasser nachspülen.

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