Flügelhorn

Flügelhorn

Hohe Bleche: Flügelhorn und Trompeten - Differenzen und Ähnlichkeiten Flügelhorn und Posaune sind aufeinander bezogen und sehr oft spielt der Posaunist auch Flügelhorn und wechselt zwischen den beiden Musikinstrumenten, z.B. in einem Sinfonieorchester. Der überwiegende Teil der Hörner und Posaunen ist in der Stimmung bb. Trompetenstimme und Flügelhorn haben den selben Umfang und werden grundsätzlich gleich wiedergegeben.

Das Flügelhorn ist eines der am weitesten verbreiteten Blasinstrumente, während die Posaune eng skaliert ist. Die Mensur der Trompeten (Gruppe der Signalinstrumente) ist noch präziser definiert: 2/3 zylinderförmig und 1/3 zylinderförmig. Das Flügelhorn ist das genaue Gegenteil: seine Mensur ist 1/3 zylinderförmig und 2/3 zylinderförmig. Durch die verschiedenen Tonleitern von Trompeten- und Flügelhorn unterscheiden sich diese beiden Blechbläser in ihrem Klangcharakter.

Die Kornette (Familie der Saxophonhörner) befindet sich übrigens zwischen Trompeten und Flügelhorn, sowohl in der Tonleiter (etwa halb zylindrisch und halb konisch) als auch im Klangbild. Das Flügelhorn klingt etwas erwärmter und leiser als die Posaune. Als typisches, melodisches Leitinstrument der volkstümlichen (bayerisch-böhmischen) Blechblasmusik ist das Flügelhorn sehr beliebt, hat aber auch einen Stammplatz in Big Bands und als Jazz-Soloinstrument.

Das Klangbild der Posaune ist schwieriger als das des Flügelhörners. Natürlich werden sie auch als melodische Instrumente verwendet, aber sie spielen in der Formation nicht die gleiche melodische Hauptrolle wie Flügelhörner. Vielmehr ist die Posaune dem Flügelhorn in markanten, oft rhytmischen Akzenten voraus. Die Posaunen werden in allen erdenklichen Musikrichtungen verwendet, von klassisch bis Folk, Jazzmusik, Pop, Rock bis hin zu Musik.

Gegenüber dem Flügelhorn ist sein "Wirkungsbereich" damit etwas ausgedehnt. Trompete und Flügelhorn haben Pumpen- oder Zellenradschleusen. Als Melodieinstrument wird das Flügelhorn hauptsächlich verwendet, vorzugsweise auch in klassischen Bläsern. Trompete und Flügelhorn sind entweder mit Pumpe oder Drehventil ausgerüstet. Für Trompete und Flügelhorn gibt es verschiedene Schüsseltiefen, Durchmesser und Felgenbreiten.

Im Allgemeinen führt ein tieferer Heizkessel zu einer größeren Lautstärke und ein flacherer Heizkessel zu etwas stärkeren, strahlenden Nuancen. Von der Verwendung eines vorhandenen Trompetenmundstücks für ein Flügelhorn wird nachdrücklich abgeraten, da sich neben der Schalenform meist auch die Bohrungen und der Stiel von Trompeten- und Flügelhorn-Mundstücken voneinander abheben.

Ein falsches Sprachrohr (mit falschem Schaft) ist dann für ein ungeeignetes/geeignetes Gerät zu schmal oder zu breit und kann zu weit oder nicht weit genug in das Gerät ragen. Der " willkürliche " Einsatz verschiedener Sprachrohre mit nicht darauf gestimmten Hörsystemen kann daher zu einer unschönen Verzerrung des Klanges und zu sehr unangenehmen Intonationsschwierigkeiten kommen.

Schon im Altertum wurden Trompete in ihrer ursprünglichsten Gestalt, den so genannten Naturtrompete, als Signalinstrument verwendet. Die Bezeichnung "Flügelhorn" ist abgeleitet von seiner eigentlichen Bedeutung im Zusammenhang mit der Jagd. Der so genannte "Flügelmeister" hatte im achtzehnten Jh. die Pflicht, die Einzelflügel einer Jagdgruppe durch ein Signal an seinem Flügelhorn zu unterrichten und zu steuern.

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