Fallmesser

fallende Messer

Wir sprechen heute über Kasemeter, und wenn Sie nicht genau wissen, was das ist, dann ist dieser Artikel der richtige für Sie. Der Fallmesser ist für mich ein durch das neue Waffengesetz verbotener Gegenstand. Nach bisherigem Recht galten Springmesser und Fallmesser als sogenannte verbotene Gegenstände, die einem Produktions- und Verkaufsverbot unterlagen. Unzulässige Waffen und Gegenstände wie springende und fallende Messer. Die extra leichten AKC Schwerkraftmesser.

Anwaltskanzlei Elmar Mettke, Euskirchen - Schnappmesser, Faustmesser, Koffermesser

Immer wieder wird jedem Anwalt und insbesondere dem Verteidiger die Frage gestellt, ob es nach dem Rüstungsgesetz zulässig ist, gewisse Klingen zu haben oder mit sich zu haben. Weil alles, was nicht untersagt ist, prinzipiell zuerst zugelassen wird, lässt sich diese Fragestellung ganz simpel durch einen Einblick in das Rüstungsgesetz aufklären.

Zunächst ein paar Erläuterungen zu den untersagten Messern: Verbotswaffen sind in Anhang 2, Absatz 1 des Waffengesetzes aufgelistet. Die Handhabung der dort aufgeführten Gegenstände ist nach 2 Abs. 3 WafG zu unterlassen. In dem oben erwähnten Kapitel 1 unter 1.4 sind die Ergebnisse wieder zu finden:

Faustkeil (gemäß Anhang 1, Kapitel 1, Unterpunkt 2, Nr.2) 1. 3 WaffG), d.h. Klingen mit einem Quergriff zur festen oder arretierbaren Schneide, die wie vorgesehen in der verschlossenen Hand gehalten oder verwendet werden, aber: Jäger und Berufsangehörige, die Wildleder oder Pelze verarbeiten, dürfen nach dem Text des 40 Abs. 3 WaffG unbeschadet des 2 Abs. 3 WaffG Faustklingen nach Anhang 2 Abs. 1 Nr. 1.4. 2 führen, wenn sie diese Klingen zur Erledigung ihrer Tätigkeiten brauchen.

Schmetterlingsmesser (nach Anhang 1, Kapitel 1, Absatz 2, Nr.2.1. 3 WaffG), d.h. Klappmesser mit zweiteiligen, drehbaren Handgriffen. Schmetterlings- und Schnappmesser mit einer Klinge bis 41mm Länge und einer Klinge bis 10mm Breite sind jedoch keine Waffe im Sinn von 1 Abs. 2 Nr. 2b WaFi. Es gibt kein Untersagungsverbot nach 2 Abs. 3 in Zusammenhang mit Ziffern 1.4.1. und 1.4. 3 der Anlage 2 WafG (nach Beschluss des BKA vom 19.12.2006).

Schnappmesser (gemäß Anhang 1, Absatz 1, Absatz 2, Nr. 2.1. 1 WaffG), d.h. die auf Knopfdruck oder mit einem Hebel vorstehen und dadurch oder beim Lösen der Arretiervorrichtung arretiert werden können, es sei denn, die Schneide dieser Schneiden überspringt seitwärts aus dem Handgriff und der vom Handgriff abstehende Teil der Schneide ist nicht länger als 8,5 cm und nur auf einer Seite geschärft, fallende Schneiden (gemäß Anhang 1, Abs. 1, Abs. 2, Ziff. 2.1. 2 WaffG), d.h.

Klinge, deren Klinge beim Entriegeln durch Gravitation oder Schleudern aus dem Handgriff herausspringt und automatisch oder beim Entriegeln der Verriegelung erkannt wird, aber: - einen fast geradlinigen, ununterbrochenen Boden hat, - sich zur Schneidkante hin konisch zuläuft, - anstelle der Klinge gerundet und abgestumpft ist, - im Vorderteil eine hakenartige Kante hinter der abgerundeten Klinge hat, - im rückwärtigen Teil eine gewellte Kante hat.

Wird dieser Gedanke weiterverfolgt, heißt das, dass diese Geräte nicht den Einschränkungen des 42a WafG (siehe unten) unterworfen sind und auch in Waffenverbotsgebieten mitzuführen sind. Die Verwendung der oben aufgeführten Sprung-, Faust-, Fall- und Schmetterlingsmesser ist untersagt - sofern sie nicht den dort aufgeführten Ausnahmeregelungen unterworfen sind.

Nach § 52 Abs. 3 Nr. 1 Waffengesetz wird daher eine Gefängnisstrafe von bis zu 3 Jahren oder eine Geldbuße gegen jeden verhängt, der eines der oben erwähnten untersagten Messern kauft, besitzet, übergibt, überträgt, wegträgt, fertigt, verarbeitet, repariert oder handelt. Die in § 42a WafG erwähnten Klingen sind nicht grundsätzlich zu unterlassen.

Führung bezeichnet die tatsächliche Gewaltanwendung außerhalb des eigenen Hauses, der eigenen Betriebsstätte, des eigenen friedlichen Besitzes oder eines Schießstandes (Anlage 1, § 2 Nr. 4 WaffG). In erster Linie 42a GG ( 42a Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Anhang 1, Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 GG), d.h. Objekte, die ihrer Natur nach dazu dienen, durch direkten Einsatz von Muskelleistung durch Schläge, Stöße, Punktionen, Schläge oder Würfe zu verletzen.

Außerdem bezeichnet 42a WafG Klingen mit einer mit einer Hand arretierbaren Schneide (Einhandmesser) oder mit feststehenden Messern mit einer Länge von mehr als 12 cm (§42a Abs. 1 Nr. 3). Anlage 1, 1 Abs. 2 Nr. 2 WpHG. Dann wird er herausfinden, dass das Recht nur auf die hier unter 1 ) behandelten unerlaubten Klingen verweist und keinen Platz für Küchen-, Luft- oder gar einhändige Klingen ohne Kampfmessercharakter hat), eine solche Begründung sollte bestenfalls vor gehobenen Instanzen ausreichen.

Die Verwendung eines solchen einhändigen Messers ist in jedem Falle bei einem " begründeten Interesse " gemäß 42a Abs. 2 Nr. 3 WafG erlaubt. Zu den rechtmäßigen Besitzern dieser Klingen zählen laut Fachliteratur Späher, Seefahrer, Wanderer, Springer, Pilzsammler, Jäger, Alpinisten usw. im Rahmen ihrer Tätigkeit sowie das Tragen solcher Klingen im Rahmen von Campen, Kampieren, Camping, Grillieren, Gartenarbeit, Picknicks usw. Die Klingen sind nicht für eine andere Verwendung bestimmt.

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