Dieter Gräf

Dietrich Graf

Vorstellung von Gedichten, Buchumschlägen, Fotos und Ausstellungsprojekten von Dieter M. Gräf. Herr Gräf ist Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Fotokünstler Rolf Dieter Brinkmann und Dieter M. Gräf.

Dietrich Gräf: "Falsches Rot". Weitere Informationen von Dieter Gräf finden Sie im Shop.

mw-headline" id="Leben">Leben[Bearbeiten | | | | edit code]>

Der deutsche Autor Dieter M. Gräf (*24. Nov. 1960 in Ludwigshafen am Rhein). Er ist der Vater eines Maschinenschlosser und eines Versicherungsmitarbeiters. Seine polemische Auseinandersetzung über den vermeintlichen Verfall der kölschen Schriftstellerszene, mit der Gräf 2005 seinen Wechsel nach Berlin gründete, lösten eine rege Diskussion unter den Kölnern aus.

Der seit seiner Schule Poesie schreibende Dieter M. Gräf ist in erster Line ein Autor von hochartifiziellen lyrischen Texten, in die die aktuellen Erlebnisse der Autorin immer wieder einfliessen. Seit 1996 ist Dieter M. Gräf im PEN-Zentrum Deutschland. Im Jahr 1992 erhielt er den Landespreis für Bildende Kunst Rheinland-Pfalz, 1993 den Leonce- und Lena-Preis, 1994 den Landespreis des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, 1994 und 2002 den Buchpreis des Jahrgangs, in dem er den Titel "Rheinland-Pfalz" erhielt,

und Südwestfunk und das Kölner Rolf- Dieter-Brinkmann-Stipendium, 1997 der Leonce- und Lena-Preis, 1999 ein Arbeitsstipendium der Vila Aurora in Los Angeles, 2004 ein Arbeitsstipendium der Vila Massimo, 2006 der Pfälzer Literaturpreis und 2009 der Martha-Saalfeld-Preis.

Der Rechtsanwalt Dieter Gräf in der DDR wurde wiederholt belästigt. Die DDR war für ihn ein ungerechter Staat.

Auslöser der Rechtsstaatsdebatte war Gregor Gysi. Wie Gysi war Dieter Gräf als Anwalt in der DDR tätig. Die DDR sei kein ungerechter Staat, sagte Gysi noch einmal: Was halten sie von dieser Aussagesatz? Gräf: 25 Jahre nach dem Mauerfall halte ich das für einen Angriff auf die Politik.

Der Gysi erwärmt das Subjekt hin und wieder, weil es für die Wählerschaft der Linkspartei wichtig ist. Diese arbeiteten viele Jahre als Anwälte, obwohl sie nicht Mitglied der SED waren. Sind Sie Ihrer Erfahrung nach mit der Einstufung der DDR als ungerechter Staat einverstanden? Gräf: Ja, auch wenn der ungerechte Staat kein juristisches Konzept ist.

Dies war eine schlechte Lage für mich, weil ich mich wirklich für meine Kunden stark machen wollte, aber ich konnte es nicht. Gräf: Anfang der 1970er Jahre war ich beinahe ausschliesslich Strafrechtsanwalt. Der Gerichtshof und die Generalstaatsanwaltschaft hatten vereinbart, mich daran zu hindern, die Strafverteidigung in einem politisch geprägten Verfahren zu übernehmen.

Gräf: Kaum ein Verteidiger hat versucht, Politikverbrechen zu begehen, wie die Flucht aus der Republik, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in "illegaler Grenzübertritt" umgetauft wurde, weil es keinen Zweck hatte. Gräf: Ja, es sei denn, Sie wären "politisch reif" für ein solches Verfahren. Gräf: Die Kunden wurden im MfS-Gefängnis bearbeitet: Dass die DDR ein ungerechter Staat war, was sagt noch etwas aus?

Gräf: Es gab keine freie und geheime Wahl. Gräf: Es gibt etliche Anwälte, die behaupten, es habe gute Beschlüsse und eine Entwicklung zum sozialdemokratischen Verfassungsstaat gegeben. Dennoch lehnen viele das Konzept des ungerechten Staates ab, weil sie ihr individuelles Lebenswerk als entwertet betrachten. Gräf: Nein, denn dann hat man sich nicht mit dem eigentlichen staatlichen System beschäftigt.

Über die Person: Dieter Gräf (70), in Ronneburg (Thüringen) geb., war von 1970 bis 1982 als Anwalt in Weimar tät. Der verheiratete Gräf hat eine gemeinsame Kindheit und wohnt in Lübeck.

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