Crm on Premise

Zrm auf dem Gelände

In dem Gastbeitrag beleuchtet CRM-Experte Wolfgang Schwetz die Vor- und Nachteile von On-Premise- und Cloud-Lösungen im CRM-Bereich. Das leichtere Cloud-Modell oder das erweiterte Vor-Ort-Modell? Vor-Ort- und Online-CRM-Funktionen. Mit SAP CRM On Premise steht eine etablierte, durchgängig webbasierte Plattform für die ganzheitliche Abwicklung aller Kundenprozesse zur Verfügung. Das CRM On Premise ist für viele Unternehmen nach wie vor Stand der Technik.

CRM Auswahl: Wolke oder vor Ort?

In der DACH-Region wird seit mehr als zehn Jahren ein Wandel hin zu CRM (CRM on Demand / Cloud Computing / SaaS) diskutiert. Im deutschsprachigen Raum zögert man jedoch aus unterschiedlichen GrÃ?nden, auszulagern. Ausschlaggebend war die mangelnde Glaubwürdigkeit der Versuche einiger Anbieter, diese Technik als besser zu loben.

Rund die Haelfte der 150 CRM-Softwareanbieter in der DACH-Region bieten keine Cloud-Loesung an. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie im deutschsprachigen Raum würden sich nur 15,2 Prozentpunkte der Firmen für eine Cloud-basierte CRM-Software aussprechen. Alle Einmal- und Betriebskosten der ersten fünf Jahre sollten verglichen werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Cloud-Lösung die beste Lösung. Cloud Computing kann die beste Lösung sein, wenn ein neuer Bereich der IT-Technologie entwickelt werden soll. Die Cloud-Lösung bringt folgende Vorzüge mit sich: sofortige Verfügbarkeit der eingesetzten IT-Ressourcen, keine Investitionen in IT-Ressourcen, große Anpassungsfähigkeit der Dienste bzw. der Benutzerzahlen und beherrschbare monatliche Unterhaltskosten von 30 bis 100 EUR.

Es geht um den zusätzlichen Aufwand oder um mögliche Einsparungen bei den Einmalkosten der eingesetzten Programme, des IT-Personals, der IT-Infrastruktur, der finanziellen Ressourcen und des Zeitengpasses. Anstatt die IT-Infrastruktur in mehreren Staaten selbst einzurichten und zu betreiben, lässt sich dies mit einer Cloud-Lösung vergleichsweise unkompliziert und kostengünstig realisieren.

Sowohl die gesammelten Informationen als auch die dazugehörige Anwendung werden nicht mehr auf dem eigenen Rechner, sondern auf den Cloud-Diensten des Netzbetreibers über den Webbrowser abgerufen. Cloud-Lösungen werden zwischen öffentlicher, privater und hybrider Cloud differenziert. In der öffentlichen Cloud sind Cloud-Dienste im Netz für jedermann kostenlos zu haben.

Das kann zu einer Einschränkung der Anpassungsfähigkeit der Software an die eigenen Bedürfnisse führen. Der Nutzer bedient die gesamte Anlage inklusive Datenbank in einem eigenen Computerzentrum exklusiv für sein Haus. Wie in einer Public Cloud greift der Nutzer über seinen Webbrowser auf seine eigene Anwendung zu. Zur Gegenüberstellung: In der herkömmlichen hausinternen Implementierung, der sogenannten On-Premise, entstehen einmalige Mehrkosten für Applikations- und Daten-Server, Netze, Softwarelizenzen für Tests und Live-Betrieb, Installationen sowie die laufenden Wartungskosten pro Jahr (ca. 20 Prozent der Software), Releasewechsel und Personalkosten für die Systemadministration, die auch für die Cloud-Anwendung deutlich geringer sind.

Ungeachtet der Cloud oder des Inhouse-Betriebs entstehen zusätzlich die folgenden Kosten: Workshop zur Erstellung der detaillierten Spezifikationen aus den Spezifikationen, Anpassung der Standardsoftware, Aufbau der Schnittstelle zu benachbarten Systeme wie ERP, Gruppensoftware, Microsoft Office, Dokumentenmanagementsystem sowie Schulungskosten für die Benutzer. Vor vielen Jahren haben diese Firmen eine eigene IT-Infrastruktur mit einem eigenen Rechnerzentrum und IT-Personal für den Einsatz verschiedenster Systeme wie ERP, Rechnungswesen, Personal und Unternehmenskommunikation eingerichtet und in der Regel über mehrere Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt.

Der Einsatz einer weiteren Software-Anwendung wie z.B. CRM stellt für die meisten Firmen nur geringfügige Zusatzanforderungen, in der Regel für die Systeme. Neue Anwendungsbereiche, die in der Regel im Service-Betrieb zum Einsatz kommen, wie z.B. ein E-Mail-Marketing-Tool mit Newslettern und Evaluationen, bieten der Cloud-Lösung deutliche Wettbewerbsvorteile, da sie auch im eigenen Haus fehlende Zusatzleistungen bieten.

Ohne CRM-Projekte bietet die fortschreitende Internationalisierung weitere Anwendungsmöglichkeiten über die Wolke. Ist ein CRM-Manager im eigenen Haus sinnvoll?

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