Cottbus Hooligans

Hooligans aus Cottbus

Die Hooligans schmuggelten Banner ins Stadion. Cottbus: Fokus auf rechte Hooligans und Ultras. Eine Massenschlägerei zwischen Ultras und Hooligans. Der FC Energie Cottbus, Hooligans, Ultras. sowie Neonazi-Hooligans des FC Energie Cottbus.

Fan-Forscher erkennt "Turnaround" bei den Energien Cottbus

Laut Fanforscher Robert Claus vom Kompetenzzentrum Fan-Kulturen & Sportsozialarbeit (Kofas) hat das Thema rechtsextreme und gewalttätige Fangemeinde bei uns zu lange vernachlässigt. Gleichzeitig begrüßte er, dass der Verband angekündigt hat, im nächsten Jahr einen Vertreter zu ernennen, der sich für Vielseitigkeit und Transparenz einsetzt.

"Wird ein solcher Ort durch Kraft geschaffen, dann ist dies eine klare Wende in der früheren Vereinshaltung. Die Problematik der rechten Fangemeinde ist seit 2001 bekannt, als sich Inferno Cottbus spaltete", sagte er dem MAZ. Es ist toll, dass Cottbus das jetzt in Angriff nimmt. "Nachdem Inferno Cottbus in den Blickpunkt der Sicherheitsbehörde gerückt war, gab die Unternehmensgruppe im Monat März ihre Aufhebung bekannt.

Der Fan-Forscher Robert Claus warnt allerdings, dass dies das Risiko nicht lösen würde. "Der Inferno-Spieler wird nicht von der Bühne verschwunden sein. Dies wurde öfter bei Hooligan-Gruppen beobachtet. "Es gibt auch gewalttätige Fanatiker beim Konkurrenten Babelsberg 03", sagt Claus. "Mehr als 200 Anhaenger des Fussballvereins Energieverbrauch Cottbus werden nach Angaben der brandenburgischen Sicherheitsbehoerden als gewalttaetig eingestuft.

Laut einer kürzlich erfolgten Beantwortung einer Frage der Grünen Fraktion durch die Staatsregierung werden 155 Energieanhänger in die Fankategorie B ("gewaltbereite Fans") eingestuft. Nochmals 60 gehören zur Klasse C ("gewaltbereite Fans"). Zudem sind 47 so genannte Ventilatoren aus dem Stadion verbannt. Im gesondert gefÃ?hrten Dossier "GewalttÃ?tersport" sind landesweit 63 Cottbus-AnhÃ?nger angegeben.

"Die Cottbuser Fans randalierten Ende April in der Nähe von Babelsberg 03 bei einem Spiel und versuchten einen Sturm im Karl Liebknecht Stadion. Knallkörper sind geflogen, rechte Cottbuser Fans haben den Hitlergruss gezeigt. "Hoffentlich ist nun allen deutlich geworden, dass solche Sachen sowohl dem Verein als auch den Fans massiven Schaden zugefügt haben", sagte Klubpräsident Michael Wahlich nach dem Votum.

"In Cottbus wird im kommenden Monat ein Gesamtkonzept gegen Gewalttätigkeit en, rassistische Übergriffe und Unruhen vorgelegt. Nächstes Jahr will der Verband auch einen Vertreter ernennen, der sich für Vielfältigkeit und Duldung einsetzt. Das hatten die Anhänger der Clubleitung vorgeschlagen, weil sie sich von den rechtsradikalen Fan-Gruppen immer stärker abgeschreckt fühlten.

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