Brecht Kommunist

Kommunist Brecht

Aber das bedeutet nicht, dass er ein Kommunist war. Und die eschatologische Gewissheit des Sieges der Kommunisten wurde abgelehnt. Ist es, weil Kommunisten auf der Bühne nichts falsch machen können? Während dieser Jahre wurde er als Kommunist politisch engagiert, ohne jedoch Mitglied einer Partei zu werden.

Der Bertolt Brecht: ein Kommunist?

Home| Bevölkerung und Politik| B | Brecht, Bertolt und Bertolt | Bertolt Brecht: ein Kommunist? Schwarz-Weiß-Fotos von Brechts Charakter-Kopf mit Arbeiter-Jacke und Schiebermütze, mit einer Cigarre zwischen den Lefzen. Er wollte mit dieser Präsentation seine Nähe gegenüber den Arbeitnehmern hervorheben, seine kommunistische Haltung aufklären. Manche meinen. Andere sagen: Bertolt Brecht war sehr interessiert an den Werken von Karl Marx im Jahre 1926.

Aber das heißt nicht, dass er ein Kommunist war. Im Anschluss an das Gespräch mit Marx schreibt der Poet aus Augsburg: "Marx' Hauptstadt" hat ihm zu seinem eigenen Verständnis verholfen berühmte Ausgehend von dieser Marxistensicht hat Brecht das Epic Theatre? als die konzeptuelle Gestalt seines Verständnisses von Marx entwickelt. Er gehörte nie einer Party an.

âIch vergess meine Ansichten immer wieder, ich kann mich nicht entscheiden, sie mir zu merken.â Startseite â| Bevölkerung und Politk | B â??

Zeitungen in Augsburg

"Brecht war Kommunist? "Ob Bertolt Brecht ein Kommunist war, muss in einem Festival mit dem Namen "Brecht und Politik" eine bestimmte Bedeutung haben. Aber auch in der Diskussion um das Brechtfest ist das Gesprächsthema heftig geworden. Ist Brecht nur ein "engagierter Gesellschaftskritiker", wie Festivaldirektor Joachim Lang glaubt, oder war er nur ein Kommunist?

Wir wollten eine schnelle Beantwortung unserer kurzen Anfrage per E-Mail oder telefonisch. Und hier die nach Einträgen sortierten Antworten: Andreas Jäckel, der kulturpolitische Pressesprecher der CSU: "Brecht war in seiner Zeit sicherlich sehr gesellschafts- und sozialkritisch - weshalb wohl der Begriff Kommunist gilt.

Doch für seine Zeit würde ich diese Fragen mit Ja antworten. Der SPD-Sprecher im Kulturbeirat der Stadt Augsburg, Karl-Heinz Schneider: "Brecht war nie Parteimitglied einer Kommunistenpartei - oder gar keiner anderen. Auch haben die Kommissare immer gesagt, dass jeder, der Kommunist ist, auch mitmachen müsse. Brecht hat die Bedingungen immer kritisiert, aber er hat nie sein eigenes Gutachten gegeben, wie es sein sollte.

Dr. Jürgen Hillesheim, Brecht-Forscher an der Staats- und Stadtbücherei Augsburg: Er war kein Kommunist! Er verfolgte immer die Idee, sein poetisches Potenzial den Menschen nahe zu bringen und nutzte den kommunistischen Glauben ebenso wie die Zeitungen in Augsburg 1914: Er veröffentlichte dort nationale Schriften, der damalige Weltkrieg war ihm gleichgültig.

Nein: Er war nie dabei und die Gruppe sah ihn mit Verdacht auf Lebenszeit. Dr. Frank Mardaus, der kulturpolitische Pressesprecher der SPD in Augsburg: "Wenn ein Kommunist nicht Regierungspartei, sondern Kampf gegen Strukturgewalt ist, war Brecht natürlich Kommunist: Wer von der ungleichen Verteilung der Produktionsmittel zwischen den gesellschaftlichen Schichten ausgehen will, wer dies eindeutig als eine effektive und veränderliche Wirklichkeit bezeichnet, wer - das hebt sie von den sozialdemokratischen ab - über eine Auflösung dieser gesellschaftlichen Spannung in einer abrupten Transformation der Gesellschaften, einer Umwälzung, nachdenkt, kann als Kommunist bezeichnet werden.

Brecht war jedoch als Poet zu experimentell, verspielt und sensibel, um je einem für das bekannte kommunistische Gedankengut unverzichtbaren Automaten geschichtlicher und dialektischer Prozesse zu unterliegen. Der Bundestagsabgeordnete und Gemeinderat "Die Linke " Alexander Süßmair: Ich nehme an, dass er ein Kommunist war - das ist nur das was man unter einem Kommunisten verstehen kann.

Sie versuchen, ihn auszunehmen, sie wollen einen Durchbruch, der für alle akzeptabel ist - er kann sich nicht mehr verteidigen. Zum einen: Brecht war kein Kommunist, weil er nie in der Party war - und das ist für mich Teil der Begriffsbestimmung eines Kommissio.

Zum Zweiten: Brecht war für keine der Ideologien geeignet, weder für den kommunistischen noch für irgendeine andere Seite, noch für das christliche Zeitalter. Dr. Volker Ullrich, Ordensberater der CSU Augsburg: Ich habe natürlich nicht alles von Brecht mitbekommen. Jeder, der sein Schaffen liest und es in den aktuellen Zusammenhang stellt, kann zu keinem anderen Schluss kommen, als dass Brecht ein Kommunist war.

Kommunistisch im Sinn einer weltanschaulichen Lanze zur Veränderung von Gesellschaften und sozialer Ordnung. So wie ich seine Theaterstücke verstand, war sein Sozialismus ein bewusstes Gegenprojekt zu Militär ismus, Sozialismus und NSDAP. Dass Brecht Kommunist war, befreit ihn nicht davon, sich seinen Theaterstücken und den damit verbundenen Schwierigkeiten zu stellen. 2.

Auch Eva Leipprand, frühere Kulturberaterin der Landeshauptstadt Augsburg, jetzt Gemeinderätin der Grünen: "Das ist mir nicht so recht ein Anliegen. Brecht ist es ein Anliegen, mit Hilfe der sprachlichen Macht verwirrende und weckende Menschen zu schaffen. Ich interessiere mich nicht mehr für diese Diskussion über den Kommunismus, sondern dafür, was man heute mit Brecht machen kann und wie man Menschen so stören und wecken kann.

Der Theaterschauspieler Klaus Müller, 2010 Performer von Puntila in Brechts "Herr Puntila und sein Kniet Matti": "Es ist schwierig, eine scheinbar unklare Fragestellung zu erörtern. Fragen wir Brecht vor dem Mc-Carthy-Komitee oder Brecht, der mit den SED-Funktionären über ein eigenes Kino verhandeln will?

Fragst du den kleinen Brecht, der aufstehen wollte, oder den großen, ernüchterten Brecht? Das möchte ich selbst nicht antworten. Dr. Karl Borromäus Murr, Direktor des Textilmuseums: "Natürlich stellt der Denker zuerst die Fragen, was es bedeutet, Kommunist zu sein. Zuerst war Brecht ein Maler, dann kam alles andere. Doch Brecht war vieles - wir wissen nicht nur von Lion Feuchtwanger, dass er sich auch einiges vorgenommen hat.

Auch hat der kommunistische Glaube seine Ursprünge unter anderem im Urtum. Wenn man Brecht auf einen gemeinsamen Nenner bringt, dann ist das ja wohl nicht so, wie man es schon immer getan hat: Man steckt ihn in eine Schublade. 2. Er war ein großer Maler und sein Schaffen hat noch viel zu erzählen - auch über die Gegenwart.

Sie müssen sie im Zusammenhang mit ihrer Zeit betrachten - damals standen die kommunistischen Ideen nur auf der Programm. "Wenn dieses Verlangen ein Kommunist ist, dann war Brecht ein Kommunist! Der Kulturbeauftragte und Dritte Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Augsburg, Peter Grab: Zu Ihrer Anfrage, ob Brecht Kommunist war, möchte ich Ihnen mitteilen, dass dieser Universalkünstler weder im Positiv- noch im Negativsinne in eine Zeichner- bzw. Kategoriewelt gezwungen werden kann.

Der Fraktionsvorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Stadt Augsburg: War Brecht ein Kommunist? Mir egal, was ist er heute (in Augsburg)?

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