Ein Leserbrief an die TV-Sender:
Übernommen aus: http://forum.waffen-online.de
(Die namentliche Nennung der Firma sowie deren Produkte wegen möglicher Unterlassungsklagen entfernt worden. Aber jeder, der sich ein wenig damit auskennt, sollte sofort wissen, um wen und was es sich hier handelt...)
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 19.05.2009 hat das ZDF in der Sendung Frontal21 die Nutzlosigkeit der Waffensicherungssysteme Q. und T. der Firma A. GmbH unter Beweis gestellt.
Der renommierte Waffensachverständige Dieter Plößl hat beim Knacken des Systems einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.
Herr Plößl hatte im März 2008 und März 2009 zusammen mit der Zeitschrift "Visier" im Zuge eines Produkttests den Sperrbolzen in 1:59 Minuten herausziehen können; ohne den Waffenlauf zu beschädigen. Bei dem Test war ein Amtsrichter zugegen, um die Richtigkeit des Tests zu prüfen. Als die Zeitschrift Visier diesen Testbericht in die Regale gebracht hatte, wurde von der Firma A. eine Unterlassungsklage angestrengt.
In der Sendung Frontal21 wurden die 1:59 Minuten des Visiertests unterboten. Mit Hilfe eines einfachen Schwingschleifers aus dem Baumarkt konnte der Sperrbolzen des T. Systems (wird für Erbwaffen eingesetzt) in ca. 20 Sekunden aus dem Lauf entfernt werden, ohne diesen zu beschädigen. Die Waffe war nach dem Entfernen noch genauso präzise wie vorher. Im zweiten Durchlauf, bei dem das biometrische Q. System auf den Prüfstand gekommen ist, hat Herr Plößl lediglich 7 Sekunden (in Worten: sieben Sekunden) gebraucht.
Wenn also diese beiden Systeme in so kurzer Zeit überlistet werden konnten, stellt sich mir die Frage, wie diese von der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) eine Zulassung erhalten konnten. Es stellt sich weiterhin die Frage, ob ein simples Abzugsschloss für € 20,- welches die Waffe ebenfalls Schussunfähig macht, dem Versuch des Entfernens länger standhält als dieses teure Blockiersystem.
Zufällig ist der Innenminister von BW, Heribert Rech, Aufsichtsrats-vorsitzender der Landeskreditbank BW. Und zufällig hält die Landeskreditbank BW einen Anteil von 25% plus eine Option auf die Firma A. (sie hat der Firma 2.500.000 Euro an öffentlichen Geldern zur Verfügung gestellt).
Hinzu kommt die Forderung diverser Politiker, Schusswaffen zukünftig in biometrisch gesicherten Waffenschränken aufzubewahren. In den Medien (ZDF – „Plusminus“ oder mdr – „Echt“) wurde hinreichend auf die Unsicherheit von biometrischen Systemen hingewiesen. Nachzulesen bzw. zu sehen ist dies bei den unten aufgeführten Quellenangaben. Warum also pochen so viele Politiker trotzdem auf ein solch nachweislich unsicheres System zur Sicherung von Schusswaffen? Gibt es möglicherweise Verstrickungen diverser Politiker mit Firmen wie dem Hersteller dieses Blockiersystems?
Man muss nun nicht für oder gegen Schusswaffen sein, um zu erkennen, dass besonders seit Winnenden, eine einseitige Berichterstattung gegen legale Waffenbesitzer begonnen hat. Wir werden als Kriminelle abgestempelt und als Waffennarren bezeichnet. Passiert solch eine schreckliche Tat mit einer legal besessenen Schusswaffe, beginnt eine Hetzjagd gegen alle legale Waffenbesitzer, wird aber eine Tat mit einer illegalen Schusswaffe durchgeführt, wie eine knappe Woche nach Winnenden in der Nähe von Hannover es der Fall war, kräht letztlich kein Hahn danach. Nun soll den Besitzern von illegalen Schusswaffen auch noch eine Amnestie gewährt und eine Abwrackprämie zugesprochen werden.
Es liegt der Verdacht nahe, dass der traditionsreiche Schützensport durch die unsicheren biometrischen Systeme immens verteuert werden sollen, um so die Sportschützen dazu zu bringen, ihren Sport aufgeben und ihre Sportwaffen abzugeben.
Sportschützen kennen das Gefährdungspotential von Schußwaffen. Aber genau deshalb halten sich 99,999% aller Sportschützen an die gesetzlichen Vorgaben der Aufbewahrung und sie gehen sorgsam mit ihren Waffen um. Das beweisen die geringen Unfallzahlen in dieser Sportart. Die schwarzen Schafe zu finden obliegt dem Gesetzgeber mit den bereits im Gesetz verankerten Möglichkeiten. Es kann und darf aber nicht sein, dass mündige und gesetzestreue Bürger (die Sportschützen, Jäger, Waffensammler und Waffenerben) schlechter im Gesetz gestellt werden, als Verbrecher. Das mehrfach verschärfte Waffenrecht hat nachweislich weitere Amokläufe nicht verhindern können. Wie man auch jüngst in St. Augustin sehen konnte, hätte selbst ein komplettes Kurzwaffenverbot keinen Amoklauf verhindert. Denn dort wollte die Täterin mit einem Messer und Molotow Cocktails ihren Amoklauf verüben. Bei der Amokfahrt in Appeldorn , Holland, ist der Täter mit seinem PKW in eine Menschenmenge gefahren ist und hat dabei mehrere Menschen getötet und schwer verletzt.
Immer mehr Verbote bringen keine zusätzliche Sicherheit, sondern untergraben die Demokratie. In England sind Kurzwaffen seit Dunblane verboten. Sowohl die Einbrunchsraten in private Haushalte, als auch die Quote der mit illegalen Schusswaffen verübten Taten ist danach drastisch gestiegen.
Nach Aussagen sehr vieler Politiker kann auch durch noch schärfere Gesetze kein neuer Amoklauf verhindert werden. Also wird durch die geplante Gesetzesverschärfung in Form einer Anlassgesetzgebung lediglich eine Scheinsicherheit geschaffen.
Die eigentlichen Problemfelder der Gesellschaft und damit auch oft die Ursachen derartiger Gewaltverbrechen werden ignoriert; sie würden Geld kosten. Geld, das die Regierung zurzeit für ein milliardenschweres Rettungspaket für Autohersteller und Banken verbraucht. Wenn die gleiche Summe in die Bildung und Gewaltprävention an Schulen investiert würde, wären viele Ursachen für derartige Attentate zu verringern oder zu beheben.
Die Opfer der schrecklichen Taten von Erfurt, Winnenden, Eislingen, etc. sind zwischenzeitlich zu „Objekten“ geworden, mit denen politische Ziele und Ideologien umgesetzt werden sollen; damit fallen sie einem weiteren – politischen - Attentat zum Opfer.
Anscheinend geht es um die weitere Entmündigung von Bürgern, der Zerstörung einer traditionsreichen und erfolgreichen Sportart und einem aktiven Vereinsleben, das durch das Ehrenamt erst möglich wird. Es geht aber auch um mögliche Verstickungen diverser Politiker mit Firmen wie dem Hersteller dieser Blockiersysteme.
Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Medien sachliche Informationen liefern würden, die es dem Bürger erlauben, sich selbst ein Urteil zu bilden. Die zu beobachtende einseitige manipulative Berichterstattung in einigen Medien ist m. E. als Missbrauch der Pressefreiheit zu sehen.
Gerne schau ich ihre Sendungen an und schätze Ihre unvoreingenommene Berichterstattung. Ich wäre Ihnen sehr Dankbar, wenn auch Sie die Nutzlosigkeit dieses Blockiersystems wie auch die ungereimtheiten zu dieser gesamten Angelegenheit thematisieren würden um sinnlose, durch profitorientierte Lobbyisten gelenkte, Anlassgesetzgebung verhindern.
Mit freundlichen Grüßen...
Quellen:
"A...... geknackt und Verstickung der Landeskreditbank BW in diese Firma" Der komplette ZDF-Beitrag ist bei YouTube zu sehen - Dort einfach nach "Frontal21" suchen: (hier kein Link wegen möglicher Unterlassungsklagen)
Unsicherheit von biometrischen Systemen in der Sendung "Plusminus":
http://www.youtube.com/watch?v=aBm-WsJ2U1c
Anleitung des CCC zum Kopieren eines Fingerabdruckes:
http://www.youtube.com/watch?v=OPtzRQNHzl0
Unsicherheit von biometrischen Systemen in der Sendung "Echt"
http://www.youtube.com/watch?v=rOa8ZouHvYM