Was ist der Unterschied zwischen Trap und Skeet
beim Wurfscheibenschießen?
Das Wurfscheibenschießen unterteilt sich in den Disziplinen Trap, Skeet und Doppeltrap. Im Wesentlichen gibt es zwischen dem Trap und dem Skeet folgende Unterschiede:
Beim Trapschießen gibt es fünf Stände. In jedem Durchgang schießen sechs Schützen (ein Schütze hat immer Pause, die Stände werden nach jedem Schuss gewechselt). Pro Stand gibt es drei Wurfmaschinen (also insgesamt fünfzehn), die die Scheiben in die Luft schleudern. Das Ganze wird auch "Olympischer Graben" genannt. Der Schütze weiß nicht, welche der drei Maschinen in welche Richtung wirft.
Trap ist eine der ältesten olympischen Sportarten und seit 1896 ununter-brochen olympisch. Bei der aus Europa kommenden Disziplin wird immer eine Scheibe geworfen. Der Schütze hat pro Scheibe zwei Schuss. Beim Trap geht der Schütze in Voranschlag und ruft dann über ein Mikrofon die Scheibe ab, die sofort kommt. Der Wurfwinkel der Scheibe kann bis zu 45 Grad abweichen und sie fliegt etwa 75 bis 80 m weit.
Beim Skeetschießen schießt der Schütze ein vorgegebenes Programm, daß heißt befindet sich der Schütze auf Stand eins erhält er z. B. erst eine Scheibe aus dem Hochhaus und dann eine vom Niederhaus. Das Hochhaus befindet sich auf der linken Seite, das Niederhaus auf der rechten Seite. Bei der aus Amerika kommenden Disziplin gibt es acht verschiedene Positionen, auf der die sechs Schützen jeweils hintereinander schießen.
Genauso wie im Trap beinhalten 25 Scheiben einen Durchgang. Pro Scheibe hat der Schütze nur ein Schuss. Beim Skeetschießen steht der Schütze in Bereitschaft, daß heißt, das Gewehr ist an der Hüfte. Im Gegensatz zum Trapschießen gibt es beim Trapschießen einen Timer, der zwischen 0,1 und 3 sek. variiert, so daß die Scheibe nicht sofort kommt. Die Scheibe fliegt etwa 65 bis 67 m weit.
Eine Besonderheit ist die Disziplin Doppeltrap. Hier werden zwei Scheiben geworfen, und für jede Scheibe kann logischerweise somit nur ein Schuss abgegeben werden. Die Winkel unterscheiden sich jedoch nicht so sehr voneinander, wie im Trapschießen selbst. 5 Grad Abweichungen nach links oder rechts sind möglich, sowie 0,5 m Unterschied in der Wurfhöhe.